
Sociologija umjetnosti 2. dio
Neben den traditionellen (alten) Disziplinen, die sich ex professo mit der Welt der Kunst befassen – Ästhetik, Poetik, Theorie und Philosophie der Kunst – hat sich die Disziplin der Kunstsoziologie herausgebildet und insbesondere in unserem Jahrhundert st
Darüber hinaus entwickelt sich die Kunstsoziologie parallel zur Soziologie einzelner Kunstformen (Literatur, bildende Kunst, Musik, Theater usw.). Arnold Hauser leistete einen bedeutenden Beitrag zur Etablierung und Weiterentwicklung der Kunstsoziologie und nimmt zweifellos einen Ehrenplatz unter den herausragendsten Vertretern dieser Disziplin unseres Jahrhunderts ein, neben Persönlichkeiten wie Plechanow, Lukács, Gramsci, Raffael, Mannheim, Lunatscharski, Caudwell, Benjamin, Adorno, Marcuse, Sartre, Wilson, Francastel, Read, Antal, Goldmann, Bastide, Bachtin, Divignaud, Esoarpit usw. Die Aufgabe der Kunstsoziologie besteht kurz gesagt darin, die soziohistorische Bedingtheit, die soziohistorische Bedeutung und die Funktion künstlerischer Schöpfungen zu untersuchen. Bei der Untersuchung soziohistorischer Bedingtheit geht es primär darum zu bestimmen, wie soziales Sein in einem Kunstwerk als bedingendes, aber auch als konstitutives Moment zum Ausdruck kommt. Denn es ist offensichtlich, dass das Werk in der unauflöslichen Einheit von mindestens drei konstitutiven Momenten existiert und wirkt (oder in der Zeit existiert): dem Schöpfer, dem Autor (auch: dem Urheber) des Werkes (der stets zugleich Individuum und „Ensemble sozialer Beziehungen“ ist), dem Medium („Materie“), in dem das Werk realisiert und konkretisiert wird, und den Rezipienten und Genießern des Werkes (Publikum, Gesellschaft).
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