
Krik
„Der Schrei“ ist eine packende, aber düstere Geschichte über persönliche Erlebnisse während der Schrecken des Krieges. Es ist ein zutiefst religiös inspirierter Roman, der die Beziehung zwischen Licht und Dunkelheit, Gut und Böse hinterfragt.
Ein Schrei in der Ferne ließ den Jungen noch schneller rennen. Er verließ den Pfad und rannte nun wie von Sinnen den Hang hinunter. Äste peitschten ihm ins Gesicht, seine Beine verfingen sich in Wurzeln und Zweigen. Er stürzte, stand wieder auf und rannte weiter durch den dichten Wald, einen wahrhaft toten Wald, dessen hohe Baumkronen nicht einmal Sonnenlicht durchdringen konnten, geschweige denn dieses spärliche Mondlicht. Anton war an die Dunkelheit gewöhnt und störte sich nicht daran, dass die welken Blätter in den Baumwipfeln das Licht nicht durchließen. Die Dunkelheit mochte Gefahren verbergen, aber sie verbarg auch ihn. Das Einzige, was ihn störte, war das laute Rascheln der herabgefallenen Blätter unter seinen Füßen, das ihn verriet. Oft rutschte er auf den Blättern aus und brach dann bei jedem Sturz die Zweige, die so laut knackten, dass seine Verfolger ihn schon von Weitem hören konnten. Er rannte, bis er erschöpft war, und er war sehr schnell erschöpft. Ungeachtet der Angst, die ihm durch das Blut floss und jede Faser seines Körpers durchdrang, und ungeachtet der Gefahr, in der er sich befinden würde, wenn er anhielte, musste er anhalten, um Luft zu holen. Also blieb er abrupt stehen und hockte sich sofort hin.
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