
Ein Tal in Ohio
Eine romantische Schilderung des Lebens auf einem Bauernhof im Ohio Valley. Ellen Bromfield beschreibt in einer intimen, nostalgischen Erzählung das Leben mehrerer Generationen, ihre Beziehung zum Land und die Veränderungen im amerikanischen Mittleren Wes
Ein Tal in Ohio (1971/1973) ist ein Roman von Ellen Bromfield-Geld, der jüngsten Tochter des berühmten amerikanischen Schriftstellers Louis Bromfield. Das Buch ist teils autobiografisch und inspiriert vom Leben auf der bekannten Malabar Farm in Ohio, die Louis Bromfield zu einem Vorbild für ökologischen und biologischen Landbau machte. Das Werk wurde mit dem Ohio Book Award ausgezeichnet und gilt als eines der bedeutendsten Werke der Autorin.
Der Roman schildert einen zeitlosen Ort – ein Tal in Ohio – als Mikrokosmos des ländlichen Amerikas. Anhand der Geschichte von Familie, Nachbarn und dem Alltag auf der Farm beschreibt die Autorin den Kreislauf der Jahreszeiten, die Arbeit auf dem Land, die Kindererziehung und den Konflikt zwischen Tradition und Moderne. Ellen Bromfield-Geld erbte den tiefen Respekt ihres Vaters vor der Natur und seine Kritik an der industriellen Landwirtschaft. Das Buch ist nicht nur eine nostalgische Erinnerung, sondern auch ein Roman, der Themen wie Herkunft, Wurzeln, Identität und Nachhaltigkeit erforscht.
Die Hauptfiguren sind Familienmitglieder und Einheimische, deren Leben eng mit dem Rhythmus des Bauernhofs verwoben ist. Die Autorin beschreibt die Freuden (Ernte, Gemeinschaft, die Schönheit der Landschaft) und die Härten (Wirtschaftskrisen, Naturkatastrophen, die Abwanderung junger Menschen in die Städte). Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der weiblichen Perspektive – der Rolle der Frau auf dem Bauernhof, der Mutterschaft und dem Erhalt familiärer Werte. Das Buch spiegelt das Leben der Autorin wider: geboren in Frankreich, aufgewachsen auf der Malabar Farm, später lebte sie in Brasilien, wo sie weiterhin über Natur und das ländliche Leben schrieb.
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