
Filmska trilogija
Die künstlerische Kreativität dieses berühmten schwedischen Regisseurs, die sich vor allem durch seinen filmischen Ausdruck auszeichnet, erinnerte uns bei dieser Ausgabe auch an die schriftstellerischen Neigungen des Autors.
Es handelt sich um eine schriftliche Vorlage für eine Filmtrilogie: 1. „Wie im Spiegel“ (1961) – Der Film porträtiert eine junge Frau (Harriet Andersson) mit Schizophrenie und ihre Familie während eines Sommerurlaubs auf einer einsamen Insel. Er erkundet die Grenze zwischen Wahnsinn und religiöser Vision. 2. „Die Kommunikanten“ (1963) – Der Film begleitet einen Priester (Gunnar Björnstrand) in einer kleinen Landgemeinde, der eine tiefe Glaubenskrise durchlebt, als er mit dem Schweigen Gottes und seiner eigenen emotionalen Leere konfrontiert wird. 3. „Stille“ (1963) – Die Handlung folgt zwei Schwestern und dem Sohn einer von ihnen in einer fremden, unbekannten Stadt am Vorabend des Krieges. Der Film thematisiert den völligen Zusammenbruch der Kommunikation sowie die physische und psychische Isolation. Alle drei Filme sind durch eine gemeinsame Frage verbunden: die Frage nach der Existenz eines höchsten Wesens oder des letzten Sinns, nach Gott als Abwesenheit oder Anwesenheit. Aus dem Schwedischen übersetzt und verfasst von Tomislav Ladan. In seinem Nachwort analysiert er nicht nur die Aspekte des Films, sondern dringt auch tief in Bergmans Metaphysik und die ontologische Unsicherheit der Figuren ein. Seine Übersetzung gilt als exzellent, da sie die kühle, reduzierte Atmosphäre von Bergmans Dialogen und seiner Didaktik treffend vermittelt. Ladan betont, dass Bergman den Film als Mittel nutzt, um „religiöse Fragen ohne religiöse Antworten“ zu erforschen.
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