
Zadarski kalendar iz benediktinskog samostana svetog Krševana (1322.)
Die Monographie von Josip Balabanić und Josip Kolanović bietet einen umfassenden Überblick, eine Abschrift und eine Analyse des Zadar-Kalenders von 1322, eines außergewöhnlichen Denkmals des kroatischen und europäischen wissenschaftlichen Erbes.
Die wissenschaftliche Monographie „Zadar Kalender aus dem Benediktinerkloster St. Chrysostomus (1322)“, herausgegeben von Dr. sc. Josip Balabanić und Dr. sc. Josip Kolanović, stellt die erste vollständige Bearbeitung und kritische Edition einer außergewöhnlich wichtigen mittelalterlichen Handschrift dar. Die Handschrift entstand im Juni 1322 im Skriptorium der Benediktiner von Zadar, wurde jedoch kurz nach ihrer Fertigstellung aus Zadar entfernt und befindet sich seit 1605 in der berühmten Bodleian Library der Universität Oxford (unter der Signatur MS Canonici Liturgici 277).
Die Originalhandschrift ist auf Pergamentblättern verfasst und umfasst insgesamt sechs Blätter bzw. zwölf Seiten mit dichtem Text und Tabellen. Inhaltlich vereint sie den liturgischen Kalender mit dem wissenschaftlich-astronomischen Teil. Neben dem christlichen Martyrologium und den für die Kirche von Zadar spezifischen Feiertagen (wie dem Gedenken an den Heiligen Chrysostomus, die Heilige Anastasia und die Heilige Zoila) enthält der Kodex außergewöhnlich fortschrittliche astronomische Berechnungen.
Er stellt den ältesten erhaltenen astronomischen Text Kroatiens und das erste schriftliche Dokument in kroatischer Sprache mit Ephemeridendaten (Tabellen der Sonnen- und Mondbewegungen) sowie der frühesten systematischen Verwendung arabischer Ziffern dar. Neben arabischen Ziffern werden im Manuskript auch römische Ziffern verwendet, und der Kalender enthält Berechnungen der Tagundnachtgleichen, Sonnenwenden und die Bestimmung beweglicher Feiertage.
Diese reichhaltig ausgestattete Monographie bietet ein vollständiges Faksimile des Originals in Farbe, eine Transkription und Übersetzung aus dem Lateinischen sowie umfangreiche Studien, die das hohe Niveau der naturwissenschaftlichen Kenntnisse im Zadar des 14. Jahrhunderts und dessen direkte Integration in die europäischen wissenschaftlichen Strömungen belegen.
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