
Redovnica
Die ungeliebte Suzanne wird zwangsweise in einem Kloster eingesperrt. Ihre Briefe enthüllen die Heuchelei, den Sadismus und das seelische Leid innerhalb der Klostermauern sowie ihren verzweifelten Kampf um persönliche Freiheit.
Die Nonne (1760 geschrieben, posthum 1796 veröffentlicht) ist einer der berühmtesten Romane des französischen Aufklärers und Enzyklopädisten Denis Diderot. Der Roman, verfasst in Form eines ergreifenden Briefwechsels, erzählt die Geschichte der jungen, begabten und unschuldigen Suzanne Simonin. Da sie unehelich geboren ist, will ihre Familie sie verstoßen und ihr das Erbe verweigern. Gegen ihren Willen wird sie gezwungen, in ein Kloster einzutreten und die Gelübde abzulegen.
Durch Suzannes Briefe an ihren potenziellen Beschützer zeichnet Diderot ein schonungsloses und düsteres Bild des Lebens hinter Klostermauern. Die Protagonistin durchläuft verschiedene Klöster und wird mit unterschiedlichen Formen von Pathologie und Missbrauch konfrontiert – vom physischen Sadismus und religiösen Fanatismus einer Äbtissin bis hin zur manipulativen, verdrängten Homosexualität und psychischen Instabilität einer anderen.
Diderot prangert nicht die Religion an sich an, sondern die institutionelle Unterdrückung und unnatürliche Isolation, die die menschliche Vernunft und die natürlichen Instinkte zerstören. Durchdrungen von den Ideen der Aufklärung über das unveräußerliche Recht auf Wahlfreiheit und persönliche Autonomie, stellt der Roman eines der wirkungsvollsten kritischen Werke des 18. Jahrhunderts und den Höhepunkt der französischen psychologischen und gesellschaftskritischen Prosa dar.
Es werden zwei Exemplare angeboten
Kopiennummer 1
Kopiennummer 2
- Spuren von Patina
- Die Abdeckung fehlt





