
Slava
Ein Roman in neun Episoden über Identität, moderne Technologie und den Glanz einer trügerischen Fassade. Die Schicksale von Schauspielern, Schriftstellern und ganz normalen Menschen verflechten sich in absurden Geschichten über das Streben nach Ruhm und d
Ruhm (mit dem Untertitel Ein Roman in neun Geschichten) zählt zu den bedeutendsten Werken des zeitgenössischen deutschen Schriftstellers Daniel Kehlmann. In neun scheinbar eigenständigen, aber kunstvoll miteinander verwobenen Kapiteln entwirft der Autor eine geistreiche und scharfsinnige Satire auf eine moderne Gesellschaft, die von Medien, Ruhm und ständiger Erreichbarkeit besessen ist. Das Werk präsentiert eine Galerie lebendiger Figuren: einen berühmten Schauspieler, der unter Paranoia leidet; eine Rentnerin, die von ihrer unheilbaren Krankheit erfährt; einen Bestsellerautor, der sich weigert, ein Mobiltelefon zu benutzen; einen Computertechniker, der nach Erhalt einer falschen SIM-Karte die Identität eines anderen annimmt; sowie einen Internet-Troll, der ein Doppelleben führt. Kehlmann verknüpft ihre Schicksale meisterhaft und lässt dabei die Grenzen zwischen Realität, digitaler Welt und literarischer Fiktion verschwimmen. Durch eine geschickte Mischung aus schwarzem Humor, Absurdität und philosophischer Reflexion untersucht der Roman, wie moderne Medien und Technologien unsere Selbstwahrnehmung verändern. Ruhm wirft entscheidende Fragen auf: nach der Realität unserer Identitäten, nach der Bedeutung des Verschwindens in der heutigen vernetzten Welt und nach dem Preis für jene Anerkennung, nach der sich alle so verzweifelt sehnen.
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