
Luči Ljubomira Marakovića
Das Buch von Vladimir Lončarević analysiert Leben, Denken und literaturkritisches Werk von Ljubomir Maraković, einer Schlüsselfigur der kroatischen katholischen Bewegung und einem bedeutenden Ästhetiker der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Vladimir Lončarevićs Werk Luči Ljubomira Marakovića ist eine umfassende Studie, die einer der einflussreichsten – wenngleich lange vernachlässigten – Persönlichkeiten der kroatischen Literaturkritik und Kulturgeschichte gewidmet ist. Ljubomir Maraković (1887–1959) war ein führender Intellektueller der kroatischen katholischen Bewegung sowie Literaturkritiker, Essayist und Pädagoge, der die Zwischenkriegszeit maßgeblich prägte. In diesem Buch liefert Lončarević eine detaillierte Analyse von Marakovićs ästhetischen und theoretischen Konzepten. Besonderes Augenmerk legt er auf Marakovićs Eintreten für die Autonomie der Kunst – begründet in einer christlichen Weltanschauung –, mit dem er sich den utilitaristischen und materialistischen Strömungen seiner Zeit entgegenstellte. Der Autor hebt Marakovićs Rolle bei der Förderung junger Schriftsteller wie Ujević und Šimić sowie seine Tätigkeit für Zeitschriften wie Luči und Hrvatska prosvjeta hervor. Anhand einer Analyse seiner kritischen Schriften zeichnet Lončarević das Bild Marakovićs nicht bloß als konservativen Denker, sondern als Visionär, der versuchte, die Kluft zwischen Glaube und moderner Kunst zu überbrücken. Das Buch bewertet Marakovićs Stellung in der kroatischen Literaturgeschichtsschreibung neu und bietet wertvolle Einblicke in die geistigen, politischen und kulturellen Umbrüche in Kroatien während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
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