
Melanholija 1-2
Der Autor verknüpft historische Fakten mit Fiktion und entführt uns tief in die Welt der zerbrechlichen Seele des Künstlers, dessen Verletzlichkeit durch sein tragisches Ende bedingt ist, der aber auch die unglaubliche Gabe besitzt, die göttliche Schönhei
Der berühmte norwegische Künstler Laš Hertervig aus dem 19. Jahrhundert malte atemberaubende Landschaften, litt unter einer psychischen Erkrankung und starb 1902 in Armut. In „Melancholie I“ taucht Fose meisterhaft in Hertervigs Gedankenwelt während seiner Studienzeit ein, als er einen schweren Nervenzusammenbruch erlitt. Als Student an der Düsseldorfer Akademie war Hertervig von Paranoia gelähmt und unsterblich in Helene Vinkelman, die fünfzehnjährige Tochter seiner Vermieterin, verliebt. Aufgrund seiner Obsession für das minderjährige Mädchen, voller lyrischer Sinnlichkeit und ungezügelter sexueller Halluzinationen, landete Hertervig auf der Straße. Von Spott und Hänseleien heimgesucht, versuchte er verzweifelt, in die Wohnung der Vinkelmans zurückzukehren. Schließlich wurde er in eine psychiatrische Klinik eingeliefert, wo der Arzt exzessive Masturbation als Ursache seiner Probleme erkannte. Im letzten Abschnitt des ersten Teils, Anfang der 1990er Jahre, begegnen wir dem ebenfalls psychisch labilen Schriftsteller Vidme, der, inspiriert von Hertervigs Gemälde „Sa Borgeje“, wie Fose selbst einen Roman über den Maler schreiben möchte. „Melancholia II“ spielt im Jahr 1902 und wird aus der Perspektive seiner fiktiven Schwester Ulina erzählt. Obwohl der Roman ursprünglich in zwei Bänden erschien, besteht der Autor heute darauf, dass er ein zusammenhängendes Werk bildet, das durch die Aufteilung in zwei Ausgaben nicht beeinträchtigt wird. Jun Fose gilt heute als einer der bedeutendsten Schriftsteller der Welt, und „Melancholia II“ ist sein bedeutendster Roman, der sogar als Vorlage für eine Oper diente.
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