
Radovan Karadžić: Uzroci, postanak i uspon genocida u Bosni i Hercegovini
Robert J. Donias Buch bietet einen analytischen Blick auf Karadžics Leben und die politischen, ideologischen und sozialen Prozesse, die in den 1990er Jahren zu Kriegsverbrechen und Völkermord führten.
In seinem Buch Radovan Karadžić – Die Ursachen, Ursprünge und der Aufstieg des Völkermords in Bosnien und Herzegowina präsentiert der Historiker Robert J. Donia eine detaillierte, fundierte Studie zur politischen, historischen und psychologischen Entwicklung eines der umstrittensten Führer des späten 20. Jahrhunderts. Anhand einer biografischen Darstellung zeigt er, wie ideologischer Nationalismus, Angst und politische Manipulation zu Krieg und Völkermord in Bosnien und Herzegowina führten.
Donia untersucht Karadžićs Prägung im sozialistischen Jugoslawien, seinen Aufstieg zum politischen Führer der bosnischen Serben und die Entstehung der selbsternannten Republika Srpska. Besonderes Augenmerk legt er auf die Art und Weise, wie Medien, politische Propaganda und pseudo-intellektuelle Kreise das ethno-nationalistische Projekt, das in organisierte Gewalt mündete, formten und rechtfertigten.
Der Autor stützt seine Analyse auf Gerichtsurteile, Dokumente des Haager Tribunals, Zeugenaussagen und Archivmaterial und verknüpft Karadžićs persönliche Ausstrahlung mit den institutionellen Mechanismen des Völkermords. Aus einer präzisen wissenschaftlichen Perspektive zeigt Donia, wie private Ambitionen und kollektive Mythen zusammenwirkten und eine Tragödie unvorstellbaren Ausmaßes hervorbrachten.
Das Buch ist zugleich politische Biografie, historische Analyse und moralische Mahnung. Donia argumentiert überzeugend, dass Karadžićs Aufstieg kein Zufall war, sondern das Ergebnis tieferliegender gesellschaftlicher Prozesse – Nationalismus, Hass und Gleichgültigkeit –, die es ermöglichten, dass Ideen in Verbrechen mündeten.
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