
Lično i literarno
Šoljan war vielleicht der letzte Utopist, der an die Literatur als Wert glaubte, wie er selbst betonte, und dementsprechend war er ein wahrhaft engagierter Schriftsteller im künstlerischen und kulturellen Sinne, nicht im politischen.
Šoljan selbst strebte in seiner literaturkritischen und essayistischen Praxis – die neben der Auseinandersetzung mit neueren Werken auch seine eigenen Ausgangspunkte (Annahmen für die vergleichende Studie der kroatischen Nachkriegslyrik und ihrer Kritik) umfasste, die sich vor allem auf den theoretischen Apparat der angloamerikanischen New Criticism und das Bewusstsein für den kroatischen sprachlichen und literarischen Kontext stützten – danach, den literarischen Text von normativen Vorgaben zu befreien und die ihm zugrunde liegende innere Logik und Verantwortung zu erläutern. Diese grundlegende Sichtweise wird die Herausgeberin bei der Auswahl der Texte des Autors leiten. Es wird versucht, eine neue Perspektive auf Šoljans weniger bekannte Texte zu eröffnen, insbesondere auf jene, die noch nicht in eigenen Büchern erschienen sind, sondern lediglich in Literatur- und Fachzeitschriften veröffentlicht wurden.
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