
Sabrana dela 2: Jedan brak
„Eine Ehe“ (1941) ist ein Roman von Pearl S. Buck über die Ehe zweier grundverschiedener Menschen. William ist ein wohlhabender, gebildeter und weltoffener Maler aus einer angesehenen New Yorker Familie; Ruth ist eine ungebildete, gottesfürchtige und bodenständige Bauerntochter aus dem ländlichen Pennsylvania.
William verliebt sich auf den ersten Blick in Ruth und heiratet sie trotz des heftigen Widerstands seiner Eltern. Er zieht zu Ruths Familie. Der Roman begleitet ihre Ehe über fast fünfundsiebzig Jahre – durch eheliche Liebe, die Geburt von Kindern, Enttäuschungen, Konflikte mit der Familie, Lebenskrisen und das Alter, während die Welt um sie herum zwei Weltkriege erlebt.
Buck beschreibt kein großes Drama; ihr Thema ist, wie zwei Menschen, die nichts gemeinsam haben – außer der Liebe –, zusammenhalten. Ruth kümmert sich um alles: Sie bewirtschaftet den Hof, erzieht die Kinder und ernährt die Familie, während William malt und sich weder um den Haushalt noch um die Gemeinschaft kümmert. Seine Liebe ist egoistisch und idealisiert. Ihre Liebe ist hingebungsvoll und still. Der Roman stellt nicht die Frage, ob ihre Ehe Bestand haben wird, sondern warum sie überhaupt Bestand hat – und was es genau bedeutet, jemanden zu lieben, der anders ist als wir.
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