
Fremde im eigenen Haus
Ein bewegender Roman über Migration, Entfremdung und die Suche nach Identität. Die Autorin erkundet das Schicksal von Menschen, die zwischen ihrer Heimat und der neuen Welt hin- und hergerissen sind und sich sowohl in der Fremde als auch im eigenen Land f
„Fremde im eigenen Haus“ ist ein Roman des bekannten bosnischen Franziskaners und Schriftstellers Pater Jure Marčinković, der 1991 in München auf Deutsch erschien. Das Werk behandelt das tief bewegende und zeitlose Thema der Migration, der kulturellen Spaltung und der psychischen und sozialen Entfremdung, die Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben außerhalb ihrer Heimat erfahren.
Mithilfe einer eindringlichen Erzählstruktur thematisiert Marčinković die komplexe Erfahrung von Aufbruch und Rückkehr. Die Hauptfiguren, getrieben von wirtschaftlichen und politischen Umständen, verlassen ihre Heimat, um sich im Ausland eine neue Zukunft aufzubauen. Doch das Leben in der Fremde bringt die unsichtbare Last von Anpassungsschwierigkeiten, Missverständnissen und innerer Leere mit sich. Die größte Tragödie der Figuren ereignet sich, als sie erkennen, dass sie im Laufe der Jahre in dem Land, in dem sie leben, zu Fremden geworden sind, aber dass sie selbst in ihrer eigenen Heimat und Familie nicht mehr als die Ihren wahrgenommen werden.
Indem die Autorin persönliche Zeugnisse, spirituelle Erkenntnisse und ein tiefes Verständnis der menschlichen Psyche miteinander verwebt, stellt sie zentrale Fragen: Wo ist unsere Heimat, und welchen Preis zahlen wir für den Verlust unserer Wurzeln? Dieser Roman zeichnet ein außergewöhnlich wertvolles und einfühlsames Bild von Vertriebenen und gibt all jenen eine Stimme, die in der modernen Welt um ihr Zugehörigkeitsgefühl ringen.
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