
Bijeli kamen
Ein bewegender Roman von Vjekoslav Kaleb über einen Jungen namens Zvone, der beim Heranwachsen in der dalmatinischen Karstlandschaft die Härten des Lebens, menschliche Tugenden, Armut und die Schönheit seiner Heimat kennenlernt.
Der Jugendroman Bijeli kamen (Der weiße Stein, 1954) zählt zu den bedeutendsten und meistgelesenen Werken des kroatischen Schriftstellers Vjekoslav Kaleb. Vor der Kulisse der kargen, sonnendurchfluteten Landschaft des dalmatinischen Karsts erzählt der Roman eine warmherzige und vielschichtige Geschichte über das Heranwachsen eines Jungen namens Zvone. Das zentrale Motiv des Romans – der weiße Stein – symbolisiert die Härte, aber auch die zeitlose Schönheit und Kraft der dalmatinischen Heimat. Anhand von Zvones Alltagserlebnissen, Spielen, Schultagen und Tagträumen schildert Kaleb meisterhaft die Mentalität der einheimischen Bevölkerung, das Landleben sowie den unaufhörlichen Kampf des Menschen gegen Natur und Armut. Der Junge entdeckt nach und nach die Komplexität der Erwachsenenwelt; er setzt sich mit Ungerechtigkeit auseinander und lernt zugleich den Wert von Freundschaft, Solidarität und Ehrlichkeit kennen. Kaleb schreibt in einem außergewöhnlich bildhaften, lyrischen und psychologisch nuancierten Stil, in dem die Landschaft nicht bloß als Kulisse dient, sondern als eigenständige Figur auftritt, welche die Persönlichkeiten und Schicksale der Protagonisten prägt. Bijeli kamen ist nicht nur eine Geschichte über eine Kindheit, sondern auch eine zeitlose Hommage an die Heimat sowie eine bewegende Auseinandersetzung mit dem Erwachsenwerden und dem Erwerb von Lebensweisheit.
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- Traces of patina





