
Živi i mrtvi
Der Roman ist der erste Teil von Konstantin Simonovs Kriegstrilogie und schildert die ersten Jahre des Großen Vaterländischen Krieges anhand der Schicksale von Soldaten und Zivilisten, ihrer Kämpfe und Versuche, die Schrecken des Krieges zu überleben.
Konstantin Simonows Roman Die Lebenden und die Toten zählt zu den bekanntesten sowjetischen Kriegsromanen. Die Handlung beginnt im Sommer 1941, nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion, als die Rote Armee schwere Niederlagen erleidet und sich vor dem Feind zurückzieht.
Die Hauptfigur ist Iwan Sinyzow, ein Kriegsberichterstatter, der sich plötzlich inmitten des Kriegschaos wiederfindet. Nachdem er seine Familie verloren hat und gewaltsam von seiner Einheit getrennt wurde, tritt er der Armee bei und erlebt dramatische Ereignisse an der Front. Neben ihm spielt General Fjodor Sergejewitsch Serpilin, ein fähiger und mutiger Kommandeur, der während der stalinistischen Säuberungen zu Unrecht ermordet wurde, eine wichtige Rolle, ebenso wie zahlreiche Soldaten, deren Schicksale unterschiedliche Facetten des Krieges beleuchten.
Durch ihre Geschichten schildert Simonow den Kriegsbeginn als eine Zeit der Verwirrung, der Angst und großer Verluste, aber auch als eine Zeit, in der sich menschlicher Mut, Loyalität und Opferbereitschaft zeigen. Er betont insbesondere, dass Krieg nicht allein durch große militärische Entscheidungen bestimmt wird, sondern auch durch das alltägliche Leid der einfachen Bevölkerung.
Der Titel des Romans symbolisiert jene, die den Krieg physisch überlebt haben, und jene, die, obwohl tot, in der Erinnerung und im Handeln anderer weiterleben. Simonov schildert den Krieg nicht einfach als Zusammenprall von Armeen, sondern als Tragödie, die den Einzelnen und eine ganze Gesellschaft verändert.
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