
Birth Certificate: The Story of Danilo Kiš
Mark Thompson verfasst eine Biografie über einen der bedeutendsten europäischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Durch eine Kombination aus Recherche, literarischer Analyse und persönlicher Porträtierung zeichnet er das Bild von Kiš als Antifaschisten
Geburtsurkunde: Die Geschichte von Danilo Kiš ist eine umfassende Biografie des jugoslawischen und europäischen Schriftstellers Danilo Kiš (1935–1989), verfasst vom britischen Historiker Mark Thompson. Das Werk vereint Biografie, Literaturkritik und Kulturgeschichte und enthüllt das komplexe Schicksal eines Schriftstellers, der in die multinationale und tragische Welt Mitteleuropas hineingeboren wurde. Thompson zeichnet Kiš’ Leben von seiner Kindheit in Novi Sad und dem ungarischen Dorf Kerkabarabás über den Verlust seines Vaters im Holocaust bis zu seiner künstlerischen Reife im Nachkriegsjugoslawien nach.
Der Autor porträtiert Kiš als Kosmopoliten und Antinationalisten, dessen Themen – Erinnerung, Identität, Ironie und die Moral der Kunst – aus seinen persönlichen Erfahrungen von Leid und Ausgrenzung hervorgingen. Die Struktur des Buches basiert auf Kiš’ kurzem autobiografischen Essay von 1983, dessen Details Thompson analytisch anhand historischer und literarischer Ebenen ausarbeitet. In den „Zwischenspielen“ interpretiert er Schlüsselwerke wie Das Grabmal des Boris Dawidowitsch, Anatomiestunde und Enzyklopädie der Toten und zeigt Kiš als Meister der modernen Prosa und als Moralist der Weltliteratur.
Thompsons Biografie liest sich wie ein Dialog zwischen dem Schriftsteller und seiner Zeit – zwischen totalitären Ideologien, den kulturellen Zentren Europas und der intimen Suche nach der universellen Sprache der Wahrheit. So rückt Geburtsurkunde Kiš wieder in den ihm gebührenden Platz im Kanon der Weltliteratur und zeigt, wie eine persönliche Geschichte zur Metapher für das 20. Jahrhundert werden kann.
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