
Smijem biti slab
Anton Tamaruts spirituell-theologische Abhandlung untersucht die menschliche Verwundbarkeit und Schwäche und stellt sie nicht als Niederlage dar, sondern als mystischen Raum der Begegnung mit Gottes Gnade, Liebe und verwandelnder Kraft.
Das 2006 erschienene Buch Smijem biti slab („Ich darf schwach sein“) des kroatischen Theologen und Priesters Anton Tamarut ist ein außerordentlich warmherziges und befreiendes spirituell-theologisches Werk, das sich mit einer der größten Lasten des modernen Menschen auseinandersetzt: dem Diktat von Perfektion, Stärke und ständigem Erfolg. Aus der Perspektive der christlichen Anthropologie und der Gnadentheologie beleuchtet der Autor die Haltung der heutigen Gesellschaft zu menschlichen Grenzen, zum Scheitern, zu Krankheit und moralischem Versagen. Der Kerngedanke des Buches ist, dass menschliche Schwäche kein Hindernis, sondern ein privilegierter Ort der Begegnung mit Gott darstellt. Unter Rückgriff auf die paulinische Theologie („Denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark“) legt Tamarut dar, wie die Annahme der eigenen Zerbrechlichkeit den Menschen von falscher Selbstzufriedenheit und Hochmut befreit und ihn für das Wirken von Gottes Gnade und Liebe öffnet. Der Autor ermutigt die Leser zu einem ehrlichen und sanften Umgang mit sich selbst und zeigt auf, dass die Anerkennung der eigenen Grenzen zu wahrer Demut, innerem Frieden und tieferem Mitgefühl für andere führt. In einem zugänglichen, meditativen und poetischen Stil verfasst, bietet dieses Buch kraftvolle spirituelle Ermutigung, Trost und Befreiung für all jene, die unter dem Druck eigener und fremder Erwartungen mit Schuldgefühlen, Unzulänglichkeit oder Erschöpfung kämpfen.
Jedan primjerak je u ponudi





