
Haraldova mama
Ein bissiges, sarkastisches und spannungsgeladenes Drama über den Konflikt zwischen zwei Frauen – Claudias Ehefrau und Haralds Mutter –, die auf einem abgelegenen Flughafen in Nordschweden auf Harald warten, der aus einer Entzugsklinik zurückkehrt. Ein Ge
Haralds Mutter (2023) ist der zweite Roman der schwedischen Autorin Johanna Frid. Die Handlung spielt fast ausschließlich auf einem Flughafen im hohen Norden Schwedens.
Zwei Frauen – Claudia, eine dreißigjährige Doktorandin und Haralds langjährige Partnerin, und seine siebzigjährige Mutter – warten auf denselben Flug. Harald kehrt nach sechs Wochen in einer Reha-Klinik nach Hause zurück. Während die Stunden im beengten Wartezimmer verstreichen, entbrennt zwischen den beiden Frauen ein regelrechter psychologischer Krieg, geprägt von bissigen Bemerkungen, subtilen Sticheleien, lang gehegten Frustrationen und offener Feindseligkeit.
Frid seziert meisterhaft die Beziehung zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter – eine der angespanntesten und komplexesten Familienbeziehungen. Der Roman ist voller schwarzem Humor, scharfsinniger Dialoge und präziser psychologischer Beobachtungen. Die Autorin ergreift keine Partei für eine der beiden Frauen, sondern zeigt, wie beide leiden, beide im Recht sind und beide gleichzeitig unerreichbar.
In einem spannungsgeladenen Gespräch, das den ganzen Tag andauert, enthüllt Frid tiefgründige Aspekte von Familiendynamiken, Sucht, erdrückender Mutterliebe, Partnererwartungen und weiblicher Konkurrenz. Der Roman ist gleichermaßen humorvoll, schonungslos und zutiefst berührend.
Haralds Mutter ist ein scharfsinniges, modern geschriebenes Kammerspiel, das man in einem Zug durchliest und das einen starken Eindruck hinterlässt.
Jedan primerak je u ponudi





