
Mirni dani na Clichyju
Eine 1940 verfasste (später überarbeitete) autobiografische Novelle, die in den frühen 1930er Jahren im Pariser Vorort Clichy spielt. Das Werk ist eine nostalgische, sinnliche und lebendige Schilderung des Bohème-Lebens eines armen amerikanischen Einwande
Die Hauptfigur (offensichtlich das Alter Ego des Autors) lebt mit seinem Freund Carl (inspiriert von Alfred Perlès) in einer kleinen, bescheidenen Wohnung. Ohne Geld, Arbeit und ständige Verpflichtungen verbringen sie ihre Tage auf der Suche nach Vergnügen: billiger Wein, ein gutes Essen, wenn sich die Gelegenheit bietet, nächtliche Spaziergänge durch Paris, Bordellbesuche (z. B. im Club Melody) und zahlreiche sexuelle Abenteuer. Frauen stehen im Mittelpunkt – von Prostituierten über zufällige Begegnungen bis hin zu kurzlebigen Romanzen (z. B. mit der jungen Colette). Alles wird explizit, vitalistisch und schamlos beschrieben, ganz im typischen Miller-Stil: das Leben als Feier des Körpers, des Hungers, des Sex und der Freiheit.
Hinter der scheinbaren Sorglosigkeit verbergen sich Hunger, Elend und ein Gefühl der Vergänglichkeit. Paris in den 1930er-Jahren ist nicht glamourös – es besteht aus heruntergekommenen Wohnungen, billigen Cafés und den Straßen von Montmartre, doch Miller findet darin die pure Lebensfreude, im Gegensatz zur puritanischen Welt Amerikas.
Das Buch ist kürzer und sanfter als „Wendekreis des Krebses“, teilt aber dieselbe Energie: Es lehnt Konventionen ab und feiert Instinkt und Kunst als Überlebensstrategie. Es ist eine Ode an eine Zeit, in der die Welt „einfacher und langsamer“ war und das Leben auf die grundlegenden, unverfälschten Freuden reduziert war.
Jedan primjerak je u ponudi





