
Pripovijetke
„Ich kann mich nicht erinnern, Alkar in der Grundschule gelesen zu haben. Wenn ich es getan hätte, würde ich nicht sagen, dass es einen so tragischen Eindruck auf mich gemacht hat wie bei der ersten Lektüre zur Vorbereitung auf die Illustrationen.“
„Zunächst fiel mir die Haltung gegenüber Frauen auf, die täglich Gewalt ausgesetzt sind – eine Handlung, die so gesellschaftlich akzeptiert ist, dass sie nur beiläufig erwähnt wird, als wäre sie nichts Besonderes. Natürlich beschreibt dies die patriarchalische Gesellschaft jener Zeit, aber da selbst die westliche Welt heute noch keine vollständige Gleichberechtigung der Frau erreicht hat, empfand ich diese Details nicht nur als historische Kuriosität. Wahrscheinlich wurde ich auch von Hillary Clintons gleichzeitigem Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beeinflusst. Konservative kommentierten ihre Kandidatur nämlich oft mit Aussagen wie: Sie hätten keinen Respekt vor einer Frau im Weißen Haus, weil ihre nervige Stimme sie ständig an ihre eigenen Frauen erinnern würde, die sie ständig drängen, den Müll rauszubringen. Ich dachte an junge Menschen, die mit solchen Geschichten konfrontiert werden, insbesondere im schulischen Kontext, und fragte mich, ob sie für dieselben Details sensibel wären oder sie einfach als etwas Lustiges, Unscheinbares wahrnehmen würden. Ich wollte die Behandlung von Frauen in den Illustrationen nicht überbetonen, zumindest nicht in einem wörtlich, weil ich befürchtete, der didaktische Charakter eines solchen Vorgehens würde den gegenteiligen Effekt haben. Meine Position in diesem Sinne drückt sich eher im Mangel an männlichen Helden oder in der Absurdität und Fragmentierung ihrer wenigen Erscheinungsformen aus.
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