
Libreto za sviralu i strojnicu
Das Libretto zu „Flöte und Maschinengewehr“ von Mile Stojić ist eine lyrische Sammlung, die Zärtlichkeit und die Realität des Krieges vereint. Der Dichter vergleicht Musik und Waffen, Liebe und Zerstörung und schafft so eindringliche Poesie über das Überl
Der Gedichtband Libreto für Flöte und Maschinengewehr des bosnisch-herzegowinischen Dichters Milo Stojić erschien Anfang der 1990er Jahre und zählt zu seiner reifsten und bekanntesten Schaffensperiode. Schon der Titel vereint zwei Gegensätze: die Flöte, Symbol für Schönheit, Kunst und Spiritualität, und das Maschinengewehr, Waffe, Symbol für Krieg und Zerstörung. Diese Spannung zwischen Poesie und Gewalt bildet den Kern des Bandes.
In seinen Gedichten thematisiert Stojić die Erfahrungen von Krieg, Exil, Verlust und die Sehnsucht nach seiner Heimat Herzegowina, aber auch die Macht der Worte als Form des Widerstands. Die Verse sind oft elegisch, bekenntnishaft, aber auch engagiert, während das Ich des Dichters zwischen Trauer und Trotz, zwischen der Leichtigkeit der Kindheit und der Dunkelheit der modernen Welt schwankt. Durch den Kontrast zwischen lyrischem und tragischem Ton erkundet Stojić, wie ein Gedicht inmitten von Zerstörung entstehen und überleben kann.
Seine Sprache ist melodisch, die Bilder kraftvoll und eindringlich. Sie verweben biblische und mythologische Motive, persönliche Erinnerungen und kollektive Traumata. Kritiker heben hervor, dass Stojićs Werk die Stimme eines Dichters bestätigt, der moralische Haltung und ästhetische Sensibilität zu vereinen weiß.
Libreto für eine Pfeife und ein Maschinengewehr ist eines jener Werke, die den Leser daran erinnern, dass Poesie selbst unter schwierigsten Umständen Zeugnis und Widerstand zugleich sein kann – eine Pfeife, die selbst im Angesicht eines Maschinengewehrs nicht zum Schweigen gebracht werden kann.
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