
Ilićke priče
Die Verbindung von Idylle und tragischem Schicksal macht diesen historischen Roman zu einem literarischen Zeugnis, das seine literarische Stärke aus dem Kontrast zwischen Natur und Geschichte, Emotionen und Fakten, Landschaften und Politik, Vögeln und Kug
Alle thematischen, stilistischen und sprachlichen Elemente sind von einer Aura des Mitgefühls für die Opfer durchdrungen. Die Autorin schreibt nicht aus einer ideologischen Perspektive, erforscht nicht die Gründe für das Böse, sucht keine Rache und interessiert sich nicht für die Täter. Indem sie historische Fakten romantisiert, möchte sie menschliche Schicksale vor dem Vergessen bewahren und sie in die Grundlagen der nationalen Identität der Kroaten in Bosnien und Herzegowina einbetten. Mit jedem ihrer Romane, und insbesondere mit diesem, beschreitet Anita Martinac den Weg vom Bösen zum Guten, vom Opfer zur Frömmigkeit, vom Epos zur Lyrik, von der Politik zur Ethik. Als ein Ort von intimer Schönheit und zugleich als ein Ort historisch schrecklicher Ereignisse ist Ilići in Anita Martinacs Roman eine Metonymie für das Schicksal des kroatischen Volkes in Bosnien und Herzegowina. Es ist ein Denkmal für den Geist des Ortes (Genius loci), für die Männer und Frauen von Ilić, die Region Ilić und die herzegowinische Heimat. Aber auch noch etwas anderes: eine ergreifende Dokumentation, eine emotional kraftvolle und künstlerisch lebendige literarische Lesung.
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