
Književnost i narod: Rasprave i eseji
Literatur und das Volk: Diskussionen und Essays ist eine Sammlung literatur- und geschichtswissenschaftlicher Studien von Antun Barc über die kroatische Renaissance, den Realismus und bäuerliche Themen sowie das Verhältnis von Literatur zu Gesellschaft un
Literatur und Volk: Abhandlungen und Essays, erschienen 1941, zählt zu den bedeutendsten Sammlungen literaturhistorischer und -kritischer Werke von Antun Barac, einem führenden kroatischen Literaturhistoriker und Universitätsprofessor. Das Buch vereint über mehrere Jahre entstandene Studien, die alle das gemeinsame Thema des Verhältnisses von Literatur und Volk, des sozialen Wandels und der Herausbildung der kroatischen kulturellen Identität behandeln.
Der Inhalt umfasst unter anderem die Abhandlungen Literarische Konzepte der Illyrer, Literatur über Preradović, Der Einzug des Dorfes in die neuere kroatische Literatur, Der soziale Hintergrund von Perkovacs Erzählungen, Das Dorf im Werk kroatischer Realisten, Šimunović und die Kritik sowie Literarische Parallelen. Darin untersucht Barac die Entwicklung des kroatischen Literaturdenkens von der illyrischen Bewegung bis zur Moderne und analysiert, wie Schriftsteller die Bedürfnisse, Ideale und Lebensumstände der kroatischen Gesellschaft widerspiegelten.
Der Autor widmet der Darstellung von Dörfern und Bauernschaft in der kroatischen Literatur besondere Aufmerksamkeit. Er zeigt, wie sich das Dorf im Laufe des 19. Jahrhunderts allmählich zu einem wichtigen literarischen Thema entwickelte und wie kroatische Realisten und Erzähler die sozialen Verhältnisse, die wirtschaftlichen Verhältnisse und den Alltag der kroatischen Bauern getreu schilderten. In seinen Studien zu Mirko Bogović, Ivan Perkovac und Dinko Šimunović verknüpft Barac literarische Werke mit ihrem sozialen und historischen Kontext und betont, dass Literatur nicht nur ein ästhetisches Phänomen, sondern auch ein Zeitdokument ist.
Die Ausführungen zu den Illyrern und Petar Preradović beleuchten die Rolle der Literatur bei der Formung des Nationalbewusstseins während der kroatischen Renaissance, während die abschließenden Essays Vergleiche literarischer Phänomene und Autoren im breiteren europäischen Kontext anstellen. Das Werk ist ein wertvolles Beispiel für Baracs Methode, Literaturanalyse, Kulturgeschichte und Sozialinterpretation zu verbinden, und stellt einen wichtigen Beitrag zur kroatischen Literaturgeschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts dar.
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