
Rakova djeca
Spannender Kriminalroman von Pavel Pavličić. Der Herausgeber der Schwarzen Chronik, Ivo Remetin, und Kommissar Šoštar untersuchen die mysteriösen Morde an drei Menschen, die an schwerem, unheilbarem Krebs leiden.
„Die Kinder des Krebses“ ist ein bemerkenswerter Kriminalroman von Pavle Pavličić, einem der produktivsten und meistgelesenen zeitgenössischen kroatischen Schriftsteller. In diesem spannenden und meisterhaft strukturierten Werk stellt der Autor erneut sein bekanntes Ermittlerduo in den Mittelpunkt der Handlung: den Journalisten und Kriminalredakteur Ivo Remetin und seinen langjährigen Freund, den Polizeikommissar Šoštar. Die Geschichte beginnt mit einer ungewöhnlichen und scheinbar zusammenhanglosen Ereigniskette in Zagreb. Remetin wird unerwartet in die Ermittlungen verwickelt, als ihm verdächtige Umstände im Zusammenhang mit dem Tod dreier völlig unterschiedlicher Menschen auffallen, die nur durch eine tragische Tatsache verbunden sind: Alle drei litten an fortgeschrittenem Krebs. Es erscheint sinnlos, ein Verbrechen an Menschen zu begehen, die ohnehin schon im Sterben liegen, doch das Ermittlerduo erkennt bald, dass hinter dem Verbrechen ein tiefer liegendes, finsteres Motiv und ein sorgfältig ausgearbeiteter Plan des Täters stecken. Vor dem Hintergrund der vertrauten Atmosphäre der Zagreber Straßen, Krankenhausflure und Zeitungsredaktionen entfaltet Pavličić einen langsamen, aber äußerst spannungsgeladenen Erzählrhythmus, in dem ethische Fragen, menschliches Leid, Autokratien und die Grenzen der Moral hinterfragt werden. Geschrieben im unverkennbaren Stil des Autors – geprägt von flüssigem Erzählstil, pointierten Dialogen und einer differenzierten psychologischen Charakterisierung der Figuren – ist der Roman „Rakova djeca“ ein herausragendes Beispiel kroatischer Großstadtkrimis, der die Dynamik des Genres gekonnt mit einem tiefen Einblick in die menschliche Natur verbindet.
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