
Snaga robova
Die Sammlung vereint Cohens unverwechselbare Mischung aus Erotik, Spiritualität, Einsamkeit und Gesellschaftskritik. In lyrischen Versen erkundet die Autorin die Verletzlichkeit des Einzelnen, die Abgründe der Liebe und die Suche nach innerer Freiheit.
„Die Energie der Sklaven“ zählt zu den wichtigsten und schonungslosesten Gedichtsammlungen des kanadischen Singer-Songwriters und Dichters Leonard Cohen. Die kroatische Ausgabe, übersetzt und bearbeitet von Ljerka Mifko, erschien 1981 im Zagreber Verlag Mladost. Diese ursprünglich 1972 veröffentlichte Sammlung markierte einen radikalen Wendepunkt in Cohens poetischem Schaffen – eine Abkehr von seinem früheren, blumig-romantischen Stil hin zu einem harten, direkten und kompromisslosen Ausdruck. In dieser Sammlung setzt sich Cohen mit dem Mythos des Künstlers auseinander, dekonstruiert sein öffentliches Image und thematisiert Sucht, emotionale Versklavung, Sexualität, Entfremdung und die Schattenseiten der menschlichen Natur. Der Titel des Werkes verweist auf die paradoxe Macht, die aus Unterdrückung und innerer Gefangenschaft erwächst – sei es die Versklavung der eigenen Leidenschaften, gesellschaftlicher Erwartungen oder gescheiterter Liebesbeziehungen. Die Verse sind prägnant, schnörkellos und ohne unnötigen Schnickschnack, durchdrungen von bitterem Humor, Selbstironie und provokanten Bildern. In dieser Sammlung bietet Cohen keine einfachen Lösungen oder spirituellen Trost, sondern legt schonungslos seine eigene Verletzlichkeit offen. „Die Macht der Sklaven“ bleibt ein eindrucksvolles Zeugnis des Kampfes um Authentizität und Freiheit in einer Welt, die ständig versucht, das Individuum zu zähmen.
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