
Ljuljaška
Vojislav Lubardas Debütroman „Swing“ beleuchtet die moralischen Verfehlungen, die Entfremdung und das ungewisse Schicksal des Einzelnen in der Nachkriegsgesellschaft anhand einer psychologisch nuancierten Geschichte über Kriegstraumata und ideologische Ko
„Die Schaukel“ (1963) ist der Debütroman des Schriftstellers Vojislav Lubarda, der bereits mit diesem frühen Werk sein ausgeprägtes Interesse an schwierigen historischen, gesellschaftlichen und psychologischen Themen unter Beweis stellte. Handlung und Motivstruktur des Romans konzentrieren sich auf die Nachkriegszeit, in der das Individuum mit dem schweren Erbe des Zweiten Weltkriegs, ideologischem Druck und moralischen Dilemmata innerhalb der sich neu formierenden Gesellschaftsordnung konfrontiert ist. Die Metapher der „Schaukel“ im Titel symbolisiert die ständige Instabilität, das Zerrissensein und die innere Erschütterung der Hauptfiguren, die – im steten Wechsel zwischen den Extremen – vergeblich versuchen, sich von Kriegstraumata und Schuldgefühlen zu befreien. Lubarda verzichtet auf eine pathetische Darstellung von Siegern und Besiegten; stattdessen dringt er in die tiefen Schichten der menschlichen Psyche vor und offenbart Einsamkeit, Entfremdung, Verrat sowie die Unmöglichkeit, eine gefestigte Identität zu finden. Stilistisch zeichnet sich der Roman durch eine spannungsgeladene Atmosphäre, subtile innere Monologe und dramatische Dialoge aus. „Die Schaukel“ ist ein kraftvolles, kritisch angelegtes Prosawerk, das bereits den späteren thematischen Schwerpunkt des Autors auf die komplexen und oft verschwiegenen menschlichen Tragödien auf dem Balkan erahnen lässt.
Angeboten wird ein Exemplar
- Spuren von Patina





