
Kaljuga
Nach dem Sturz des Zweiten Kaiserreichs setzt sich der moralische Niedergang der Familie Rougon-Macquart fort. Der Roman schildert den gesellschaftlichen Sumpf, die Korruption, die Heuchelei und die Finanzspekulationen im Paris des späten 19. Jahrhunderts
Die Beute (Originaltitel: La Curée) ist der zweite Roman aus dem monumentalen Zyklus Die Rougon-Macquart des französischen Naturalisten Émile Zola. Die Handlung spielt im Paris des Zweiten Kaiserreichs, während der spektakulären städtebaulichen Umgestaltung unter der Leitung von Baron Haussmann. Anhand der Geschichte vom Aufstieg und moralischen Verfall der Familie Aristide Saccards enthüllt Zola schonungslos die Schattenseiten jener Epoche: unersättliche Gier, rücksichtslose Finanzspekulationen und allgemeine moralische Verkommenheit. Aristide Saccard, ein skrupelloser Vermögensjäger, nutzt den Umbau von Paris und dubiose Baugeschäfte, um reich zu werden, während seine junge, schöne Frau Renée dem Hedonismus verfällt und eine verbotene, inzestuöse Beziehung mit Maxime, dem Sohn Saccards aus erster Ehe, eingeht. Ihr prunkvolles Haus wird zum Schauplatz von falschem Glanz, Dekadenz und Gier. Durch das Motiv der „Beute“ (oder der „Beuteaufteilung“) schildert Zola meisterhaft eine Gesellschaft, in der Geld, fleischliche Genüsse und persönliche Interessen alle menschlichen Tugenden verdrängt haben. Der Roman ist eine überaus kraftvolle und zeitlose Kritik an kapitalistischer Gier, gesellschaftlicher Heuchelei und moralischem Verfall im Zuge des Aufstiegs der modernen Großstadt.
Angeboten wird ein Exemplar









