
Socijalno pitanje
Die Schrift „Soziale Frage“ (1926) ist eine kürzere Studie über den katholischen Ansatz zu sozialen Problemen. Sie entstand aus Vorträgen der kroatischen katholischen Bewegung und behandelt die Arbeitsfrage, Ungleichheit und christliche Lösungsansätze im
Velimir Deželić Sohn (1888–1976), ein engagierter katholischer Intellektueller, Schriftsteller und Aktivist der Kroatischen Katholischen Bewegung, veröffentlichte 1926 in der Jeronim-Bibliothek (Band 238) das Werk Die soziale Frage. Das Buch basierte auf Vorlesungen, die er im Rahmen von Sozialkursen des Kroatischen Katholischen Volksbundes in Zagreb hielt.
Das Werk repräsentiert einen volkskatholischen Ansatz zu sozialen Fragen im Kroatien der Zwischenkriegszeit. Deželić analysiert die Ursachen sozialer Ungerechtigkeiten (Industrialisierung, Proletarisierung, Klassenkämpfe), kritisiert den marxistischen Sozialismus und den liberalen Kapitalismus und bietet christliche Lösungsansätze auf der Grundlage der Enzykliken von Papst Leo XIII. (Rerum novarum) und späterer kirchlicher Dokumente.
Er betont die Bedeutung gerechter Löhne, des Schutzes der Arbeitnehmer, der Stärkung der Familie, von Genossenschaften und Solidarität anstelle des Klassenkampfes. Er propagiert die Harmonie zwischen Kapital und Arbeit, soziale Gerechtigkeit und christlichen Personalismus. Der Stil ist klar, verständlich und ansprechend und richtet sich an ein breites Publikum – Priester, Laien, katholische Aktivisten und Arbeiter.
Im Kontext des Gesamtwerks des Autors (neben Romanen wie Feminist und journalistischen Arbeiten) zählt dieses Buch zu seinen wichtigsten sozialkritischen Werken. Später arbeitete er an ähnlichen Themen mit (z. B. Erneuerung der Gesellschaftsordnung, 1934). Das Buch spiegelt die Bemühungen der kroatischen katholischen Bewegung wider, eine Alternative zu säkularen Ideologien zu bieten und auf die Herausforderungen der modernen Gesellschaft zu antworten.
Heute gilt es als wichtiges Dokument katholischen Sozialdenkens in Kroatien zwischen den beiden Weltkriegen – ein gemäßigter, humaner und religiös motivierter Ansatz zur sozialen Gerechtigkeit. Seltene antiquarische Ausgabe mit konstruktivistischem Einband.
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