
Knjiga o Srebrenici – spomenar jednog grada
Sadik Salimovićs Buch „Srebrenica“ (2002) ist eine Erinnerung an die Stadt: von der osmanischen Besiedlung über die Islamisierung und Entwicklung bis hin zum Kriegsleid von 1992–1995 und dem Völkermord. Es bewahrt die Identität und die Erinnerung an das L
Dies ist ein journalistisches und historisches Werk, das eher einem Erinnerungsalbum als einem klassischen Roman oder einer trockenen Geschichtsdarstellung gleicht. Der Autor schildert anhand von Texten, Daten, vermutlich Fotografien und Zeugenaussagen das jahrhundertealte Schicksal Srebrenicas: von der osmanischen Zeit (Besiedlung, Islamisierung, Bergbau, Kurtourismus) über die österreichisch-ungarische und jugoslawische Ära (die Entwicklung einer kleinen, multiethnischen Stadt mit einer reichen kulturellen und sozialen Tradition) bis hin zur dramatischen Kriegszeit von 1992–1995.
Besonderer Schwerpunkt liegt auf dem friedlichen Leben der Bevölkerung vor dem Krieg, dem Alltag, dem Wohlstand und dem friedlichen Zusammenleben der Völker sowie auf den Kriegsereignissen – der Belagerung, dem Leid der Zivilbevölkerung, dem Fall der UN-Schutzzone im Juli 1995 und dem Völkermord an den Bosniaken. Das Buch möchte die Identität der vom Völkermord betroffenen Stadt bewahren, dem Vergessen entgegenwirken und an die Kontinuität der bosniakischen Präsenz, Kultur und Geschichte in dieser Region erinnern.
Als eines der ersten bedeutenden einheimischen journalistischen Werke nach dem Fall der Enklave dient es als Quelle für spätere Forschungen und Studien zum Bosnienkrieg. Es beschränkt sich nicht auf den Juli 1995, sondern zeichnet ein umfassenderes Bild der Geschichte und des Schicksals von Srebrenica – von ihrer idyllischen Vergangenheit bis hin zu einem Symbol des Leidens und Elends. Das Werk ist ein emotionales und dokumentarisches Denkmal für die Stadt und ihre Opfer.
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