
Fikcija
Diese Geschichten sollten als wahre Fiktion gelesen werden, ohne dabei jedoch die Mauer patriarchalischer Normen der Gesellschaft zu vergessen, die sie immer wieder in Frage stellt.
Ivana Bodrožićs neuer Erzählband „Fiction“ ist anders als alle anderen Bücher über Frauen. Ob allein im Auto, bei der Kindererziehung, beim Pole Dance oder beim Nachdenken über das Alter – Frauen gestalten auf unglaubliche, einzigartige Weise den Alltag und trotzen dem Schicksal.
„Wer bin ich wirklich? Und welcher Teil von mir bin ich wirklich … ist es mein Können, meine Musik, mein Kind, sind es meine Gedanken, meine Hoffnung auf eine neue Liebe, die blaue Iris neben dem Kopfteil des Bettes, vielleicht das Gehirn, denn ohne es gibt es keine Gedanken, ohne es kein Herz, aber auch es verändert sich mit der Zeit …“ Ist es vielleicht der Schreibtisch der Schriftstellerin, ihre Insel der Freiheit und letzte Verteidigungslinie? „Fiction“, ein Buch mit Geschichten, die durch ein feines Erzählgerüst eng miteinander verbunden sind, präsentiert sechzehn Wahrheiten über Frauen, die im Alltag Siege und Niederlagen erleiden, und versucht gleichzeitig, die zentrale Frage der Literatur zu beantworten: Was ist die Fiktion, an die wir glauben, und was ist die Realität, die uns prägt und zerbricht? In dieser Lücke entstehen Geschichten, die wahrer sind als die Realität selbst: wenn die Heldinnen allein im Auto sitzen, Kinder erziehen, sich Sorgen um den Klimawandel machen, in der Anonymität der virtuellen Welt ängstlich sind, an der Stange tanzen, auf einen Moment der Lust warten, sich Sprache und Sexualität aneignen, über das Alter nachdenken oder über eine Kollegin tratschen. Mit viel Humor und ohne Pathos zeichnet Ivana Bodrožić in „Fiction“ ein vielschichtiges und kraftvolles Mosaik weiblicher Erfahrung.
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