
Ruska šuma
Der Roman folgt Boris Kostomarov, einem Ingenieur im sowjetischen Russland, der durch Konflikte mit der Bürokratie, moralische Fragen und das Schicksal von Menschen in abgelegenen Wäldern die Komplexität der sowjetischen Gesellschaft und den Preis des per
Der russische Wald von Leonid Leonow ist ein sozialpsychologischer Roman, der vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg spielt. Im Mittelpunkt steht Boris Kostomarow, ein Forstingenieur mit idealistischen Überzeugungen, der an wissenschaftlichen Fortschritt und verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen glaubt. Als bürokratische Strukturen ihn aufgrund seiner unabhängigen Ansichten unter Druck setzen, gerät Boris in einen Konflikt zwischen der Loyalität zum Staatssystem und dem Bedürfnis, die Natur und die Menschen, die von ihr leben, zu schützen. Der Roman verwebt die Schicksale weiterer Figuren – von Karrieristen und Opportunisten bis hin zu ehrlichen, aber gebrochenen Menschen – und zeichnet so ein umfassendes Bild der sowjetischen Gesellschaft und ihrer Widersprüche. Der Wald im Roman ist nicht nur ein natürlicher Raum, sondern auch ein Symbol: Er repräsentiert ein moralisches Labyrinth, eine Quelle des Lebens, aber auch einen Ort, an dem Schwächen im menschlichen Charakter und in systemischen Praktiken sichtbar werden. Leonow hinterfragt die Grenzen von Idealismus, Kompromissbereitschaft und persönlicher Verantwortung in einem System, das oft Gehorsam statt Wahrheit belohnt. Durch seine dichte Atmosphäre und psychologische Tiefe zeigt der Roman, wie der ständige Kampf zwischen Ethik und Pragmatismus das Leben seiner Figuren prägt und die umfassenderen Spannungen der Sowjetzeit widerspiegelt.
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- Beschädigte Abdeckung





