
Ljubavi / Umijeće ljubavi / Lijek od ljubavi
Ovids Liebeselegien: Die Liebesgeschichten (eine leidenschaftliche Affäre mit Corinne), Die Kunst der Liebe (eine Lektion in Verführung und Beziehungspflege) und Die Heilung der Liebe (Ratschläge, wie man Liebeskummer überwindet). Eine ironische, humorvol
Publius Ovidius Nason (43 v. Chr. – 17 oder 18 n. Chr.) zählt zu den bedeutendsten römischen Dichtern des sogenannten Goldenen Zeitalters. Diese drei Werke gehören seiner frühen, romantischen Periode an und stellen den Höhepunkt der römischen Elegiendichtung dar.
Die Liebeslieder (Amores) – eine Sammlung von drei Elegienbüchern (ursprünglich fünf, später gekürzt). Der Dichter beschreibt in der Ich-Form eine stürmische, leidenschaftliche und oft komische Beziehung zu der schönen Corina. Das Werk ist voller Ironie, Selbstironie und Parodie traditioneller Liebesmotive: Der Liebende leidet, betet, küsst, beneidet, preist den Körper seiner Geliebten, doch alles ist von Witz und rhetorischer Virtuosität durchdrungen. Hier etabliert Ovid seinen unverwechselbaren Stil – leicht, elegant, provokant.
Die Kunst der Liebe (Ars amatoria) – ein dreibändiges Lehrwerk (um 2 v. Chr.). Die ersten beiden Bücher richten sich an Männer (wie man in Rom eine Frau kennenlernt – Theater, Zirkus, Bankette – und wie man sie behält), das dritte an Frauen (wie man einen Mann gewinnt und ihn an sich bindet). Ovid präsentiert sich als praeceptor amoris (Lehrer der Liebe), der praktische, oft zynische und erotische Ratschläge gibt. Das Werk ist reich an mythologischen Beispielen, geistreichen Beobachtungen und subtiler Kritik an der römischen Gesellschaft. Es gilt als eines der einflussreichsten Handbücher über die Liebe der Geschichte.
Die Heilung der Liebe (Remedia amoris) – eine Art Fortsetzung und Gegengewicht zu Die Kunst der Liebe. Der Dichter rät, wie man sich von unerwünschter Leidenschaft befreit: Erinnerungen vermeiden, arbeiten, reisen, Treffpunkte meiden, die Fehler des Geliebten berücksichtigen usw. Auch hier herrscht Ironie vor – derselbe Autor, der lieben gelernt hat, lehrt nun, wie man damit aufhört.
Alle drei Werke zeichnen sich durch Ovids brillante Technik, die Leichtigkeit des Verses (elegischer Distichon), den Hedonismus, den Realismus in der Darstellung der Liebe (von der Idealisierung bis zur Körperlichkeit) und eine subtile Untergrabung der augusteischen Moralreformen aus. Wegen Die Kunst der Liebe (und vermutlich auch aus anderen Gründen) wurde Ovid im Jahr 8 n. Chr. nach Toma am Schwarzen Meer verbannt, wo er bis zu seinem Tod blieb.
Die Übersetzung von Tomislav Ladan gilt als Klassiker der kroatischen Übersetzung. Ladan (1932–2008), ein versierter Übersetzer, Essayist und Lexikograf, übertrug Ovids Eleganz, Ironie und Rhythmus mit großem Geschick in die kroatische Sprache. Die Übersetzung erschien erstmals 1973 (Znanje) mit einem Nachwort von Veljko Gortan. In Sabrani djeli Tomislava Ladan (2001) ist sie im dritten Band zusammen mit einem Namens- und Begriffslexikon enthalten. Diese Ausgabe erfreut sich bei Liebhabern der Antike und der klassischen Literatur großer Beliebtheit, da sie philologische Präzision mit literarischer Schönheit verbindet.
Zusammen bilden diese drei Werke eine Art „Liebestriptychon“ – von Leidenschaft über Technik bis hin zur Befreiung – und sind nach wie vor unverzichtbar für das Verständnis der römischen Kultur, der erotischen Literatur und ihres Einflusses auf die europäische Tradition (von der Renaissance bis zur Gegenwart). Ladans Übersetzung ermöglicht es dem kroatischen Leser, Ovids Witz und Virtuosität in vollem Umfang zu genießen.
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