
Glas i fenomen: Uvod u problem znaka u Husserlovoj fenomenologiji
Ein frühes Meisterwerk der Dekonstruktion, in dem Derrida Husserls Phänomenologie analysiert. Durch eine Kritik an der Bevorzugung der lebendigen Stimme und Präsenz begründet der Autor den Begriff des Buchstabens und entwickelt eine Kritik der Metaphysik
Stimme und Phänomen (1967) zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten frühen philosophischen Werken des französischen Philosophen Jacques Derrida. In dieser akribischen Studie analysiert der Autor kritisch Edmund Husserls Phänomenologie, insbesondere dessen Theorie von Zeichen und Bedeutung, wie sie in den Logischen Untersuchungen dargelegt ist.
Derrida zeigt auf, wie Husserls Phänomenologie trotz ihres Strebens nach einem radikalen Neubeginn in der „Metaphysik der Präsenz“ gefangen bleibt – jener Tradition der westlichen Philosophie, die die unmittelbare Präsenz des Bewusstseins für sich selbst privilegiert. Husserl räumt der Sprache und der „lebendigen Stimme“ im inneren Monolog den Vorrang ein, da in ihr die Bedeutung ohne Vermittlung eines äußeren Zeichens unmittelbar präsent zu sein scheint, während er die Schrift lediglich als sekundäres, externes und abgeleitetes Medium betrachtet.
Derrida argumentiert hingegen, dass die Stimme selbst bereits von der Struktur des Schreibens und der Differenzierung (différance) durchdrungen ist. Wiederholung, Abwesenheit und Spur sind in jeder Bedeutungskonstitution unvermeidlich und zerstören somit die Illusion der reinen Präsenz des Bewusstseins. Stimme und Phänomen stellt daher eine zentrale theoretische Grundlage der Dekonstruktion dar und ist eine unverzichtbare Lektüre zum Verständnis der zeitgenössischen Philosophie des Poststrukturalismus.
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