
Stroj za maglu
Der Kriminalroman begleitet einen Ermittler, der in einer Kleinstadt ein Verbrechen aufdeckt – inmitten eines Nebels aus Geheimnissen und politischen Intrigen, wo sich die wahren Beweggründe hinter trügerischen Fassaden und gezielt geschaffenen Illusionen
„Die Nebelmaschine“ (1978) ist einer der eindrucksvollen Kriminalromane von Pavo Pavličić, in dem der Autor meisterhaft eine spannungsgeladene Ermittlung, ein charakteristisches lokales Milieu und vielschichtige Bildsprache miteinander verknüpft. Die Handlung spielt in einer Kleinstadt und nimmt ihren Anfang mit einem Mord, der zunächst wie ein gewöhnliches lokales Verbrechen wirkt. Im Verlauf der Ermittlungen offenbart sich jedoch, dass die Motive und Umstände der Tat weitaus komplexer und gefährlicher sind, als es anfangs den Anschein hatte. Das zentrale Motiv des Romans – „die Nebelmaschine“ – fungiert sowohl als funktionale als auch als symbolische Metapher für die systematische Verschleierung der Wahrheit, die Verbreitung von Desinformation und die Erzeugung von Illusionen innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Gemeinschaft. Der Ermittler hat nicht nur mit Zeitdruck und physischen Beweisen zu kämpfen, sondern auch mit einem Geflecht aus Eigeninteressen, stillschweigenden Absprachen und falschen Fährten, die von einflussreichen Persönlichkeiten gezielt gelegt wurden, um ihre eigene Schuld zu vertuschen. Pavličić baut geschickt Spannung sowie eine düstere, von Ungewissheit und Misstrauen geprägte Atmosphäre auf. Indem er Themen wie Schuld, Macht und Manipulation auslotet, sprengt „Die Nebelmaschine“ die Konventionen des Kriminalromans und erweist sich als eindringliche Studie über die Mechanismen gesellschaftlicher Täuschung und den mühsamen Weg zur Aufdeckung der Wahrheit.
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