
Bajram žrtava: novele
Bajram žrtava (1931), das literarische Debüt von Alija Nametka, ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen der Autor mit Wärme, Nostalgie und lebendigen Farben das Leben bosnischer Muslime und das Drama der traditionellen Welt angesichts der neuen Ze
Dies ist das erste Buch des bosnisch-herzegowinischen Erzählers Alija Nametak (1906–1987) und eine der bedeutendsten Kurzgeschichtensammlungen der bosnischen Literatur zwischen den beiden Weltkriegen. Die Titelgeschichte und die gesamte Sammlung sind von einer starken emotionalen Intensität geprägt, die mit den Bräuchen des Kurban-Bajram, dem Opfer und dem Verzicht verbunden ist.
Nametak schildert meisterhaft den alten bosnischen Alltag – Nachbarschaften, Familienbeziehungen, religiöse Rituale, die Sevda und die patriarchalische Welt, die unter dem Druck der Moderne langsam verschwindet. Seine Kurzgeschichten strahlen authentisches Bosnisch, reiche volkstümliche Ausdrucksformen und lebendige Dialoge aus. Mit viel Verständnis, sanfter Ironie und Herzlichkeit beschreibt der Autor einfache Menschen, ihre kleinen und großen Opfer, ihre Sehnsüchte und den Konflikt zwischen Tradition und Moderne.
Die Sammlung „Bajram žrtava“ gilt als eine der erfolgreichsten Leistungen der sogenannten bosnischen Romantik in der Literatur. Nametak beweist hier ein außergewöhnliches Erzähltalent und profunde Kenntnisse der bosnischen Seele, ihrer Bräuche und Mentalität. Das Werk ist zugleich nostalgisch und realistisch – es feiert die Schönheit der alten Lebensweise, ohne deren Grenzen zu verschließen.
Diese Ausgabe der „Matica Hrvatska“ von 1931 ist heute eine antiquarische Rarität und ein wichtiger Meilenstein der modernen bosnisch-herzegowinischen Prosa. Das Buch ist nach wie vor sehr lesenswert und berührend, insbesondere für all jene, die eine authentische Darstellung bosnischer Tradition und Kultur schätzen.
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