
Preživela smrt
„Den Tod überleben“ (1939) ist ein romantisch-psychologischer Roman der tschechischen Schriftstellerin, Schauspielerin und Dramatikerin Olga Scheinpflugová, der kurz vor dem Tod ihres Ehemannes Karel Čapek im Jahr 1938 fertiggestellt wurde.
Die Hauptfigur – ein junger Mann, der in manchen Beschreibungen keinen Namen erhält – ist seit seiner frühen Jugend zutiefst überzeugt (vielleicht aufgrund einer Prophezeiung, einer medizinischen Diagnose oder einer inneren Angst), dass er jung sterben wird. Deshalb lebt er intensiv, fast verzweifelt: Er reist, erlebt Abenteuer, verliebt sich, durchlebt Gefahren, Kriegsschrecken und persönliche Krisen. Jedes Mal, wenn er glaubt, das Ende sei nahe – Krankheit, Unfall, Kriegsfront –, entgeht ihm der Tod auf seltsame Weise: durch ein Wunder, einen Zufall oder eine unerwartete Wendung.
Der Roman erkundet eine paradoxe Existenz: Das Leben im Schatten des ständigen Todes wird reicher, leidenschaftlicher und bedeutungsvoller, weil jeder Tag als der letzte erlebt wird. Scheinpflugová schildert subtil die Themen Vergänglichkeit, Todesangst, aber auch die Lebensfreude trotz allem, mit Elementen eines Abenteuerromans und tiefgründiger psychologischer Selbstreflexion. Es fehlt jegliches Pathos, stattdessen findet sich ein lyrischer, emotional aufgeladener Stil, möglicherweise inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen (dem frühen Tod seiner Mutter, Čapeks Krankheit und Tod).
Das Buch wurde ins Kroatische/Serbische übersetzt als „Preživela smrt“. Es ist weniger bekannt als ihre Memoiren über Čapek („Life with Čapek“), wird aber für seine originelle Prämisse und emotionale Tiefe geschätzt. Im Kontext der späten 1930er-Jahre trägt es Spuren der Vorkriegsspannungen und der existenziellen Angst und zählt damit zu den interessantesten Werken der tschechischen Prosa der Zwischenkriegszeit.
Jedan primerak je u ponudi





