
Apocalypso
Apocalypso ist eine Sammlung von Prosatexten (Kurzgeschichten, Essays, Feuilletons, lyrische Fragmente) des berühmten serbischen Regisseurs, Drehbuchautors und Kritikers Gorčin Stojanović (geb. 1966).
Die Texte entstanden zwischen 1997 und dem Frühjahr 2000; der erste wurde vom zweiten Album der Band Haustor inspiriert, der letzte endet mit dem Geist des erschöpften Belgrads (eine Anspielung auf abgereichertes Uran). Der dritte Teil des Buches wurde bisher nicht veröffentlicht.
Der Titel vereint „Apokalypse“ und „Calypso“ – das Ende der Welt mit Tanz, ironischem Rhythmus und nostalgischem Exil. Stojanović schreibt über das Serbien der 90er-Jahre im Umbruch: die Schatten des Krieges, kulturelle Armut, urbaner Verfall, Medienhysterie, künstlerische Ohnmacht und persönliche Brüche. Die Sprache ist präzise, zynisch, poetisch aufgeladen – eine Mischung aus schwarzem Humor, Ironie und Melancholie.
Die Sammlung ist ein intimes Porträt einer Generation, die am Ende einer Welt lebte: Belgrad als Labyrinth der Zeit, wo Vergangenheit und Gegenwart im Chaos aufeinanderprallen. Die Texte sind durch Emotionen verbunden – von Musik und Film bis hin zu alltäglichen Absurditäten – und lesen sich wie ein lyrisches Tagebuch eines Intellektuellen in der Kriegs- und Nachkriegszeit.
Das Buch gilt als eines der authentischsten Prosawerke über die 90er Jahre in Serbien – nicht pathetisch, sondern klar und bitter, mit einem Hauch von Rock'n'Roll-Energie und filmischem Rhythmus. Es ist in Antiquariaten selten zu finden, bleibt aber eine wichtige Stimme im Kampf gegen den „apokalyptischen Tanz“ des Übergangs.
Jedan primerak je u ponudi




