
Brodkovski odvjetnik: Slika iz savremenog moravskog života
„Der Anwalt von Brodkow“ von Václav Beneš Šumavsky ist ein realistischer Roman über einen Anwalt, die gesellschaftlichen Verhältnisse, Moralvorstellungen und den Alltag in Mähren. Beliebte tschechische Literatur in kroatischer Übersetzung.
Das Buch trägt den Untertitel Ein Bild aus dem mährischen Alltag und ist ein realistischer Roman, der im mährischen Alltag des späten 19. Jahrhunderts spielt. Václav Beneš Šumavský (1850–1934), ein tschechischer Journalist, Prosaautor und Übersetzer, schrieb hauptsächlich konventionelle Romane, humorvolle Erzählungen und Kurzgeschichten mit didaktischer und moralischer Ausrichtung.
In Der Anwalt von Brodkov schildert er das Leben einer mährischen Kleinstadt anhand des Schicksals eines ortsansässigen Anwalts. Der Roman gibt die sozialen Verhältnisse, die Beziehungen zwischen Bürgertum, Klerus und Bauernschaft, Familiendramen, Berufsethik und alltägliche Konflikte getreu wieder. Der Autor knüpft an die Tradition des Realismus an und legt den Schwerpunkt auf moralische Dilemmata, Ehrlichkeit und den Einfluss der Umwelt auf den Einzelnen.
Das Werk gehört zur populären tschechischen Literatur jener Zeit und war in den südslawischen Ländern weit verbreitet. Die Übersetzung von Pavlo Rakoš reiht sich ein in die Welle des Interesses an tschechischer Literatur in Kroatien Ende des 19. Jahrhunderts, als tschechische Autoren (insbesondere solche mit realistischer und moralisierender Ausrichtung) hohes Ansehen genossen.
Der Stil ist klar, erzählerisch und einem breiten Publikum zugänglich. Der Roman zählt nicht zur Hochliteratur, fand aber großen Anklang, da er den provinziellen Alltag getreu schilderte und dabei soziale Probleme, Gerechtigkeit und menschliche Schwächen in den Vordergrund stellte. Beneš Šumavský nutzte die Eigenheiten der mährischen Umgebung – Sitten, Mentalität und soziale Beziehungen –, wodurch sich die kroatischen Leser der tschechischen Kultur verbunden fühlten.
Diese Sisak-Ausgabe von 1894 ist heute ein seltenes antiquarisches Exemplar und zeugt von der regen Verlagstätigkeit in der Provinz sowie von den kulturellen Verbindungen zwischen Tschechen und Kroaten während der österreichisch-ungarischen Ära. Sie ist ein typisches Beispiel für die populäre realistische Prosa des 19. Jahrhunderts, die gleichermaßen unterhaltsam und lehrreich ist.
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