
U pustinji i prašumi
Staś Tarkowski und die kleine Nel Rawlinson werden während des Mahdi-Aufstands in Afrika entführt. Die Kinder fliehen durch die Sahara und den Regenwald und müssen dabei Gefahren, Hunger und wilden Tieren trotzen.
In der Wüste und im Dschungel (1911) ist der bekannteste polnische Kinder- und Abenteuerroman, der aber auch von Erwachsenen mit Begeisterung gelesen wird. Das Werk schrieb Sienkiewicz als Geschenk an seine Enkelkinder und wurde schnell zu einem Klassiker der Jugendliteratur.
Die Handlung spielt in den 1880er Jahren in Ägypten und im Sudan während des Mahdistenaufstands gegen die ägyptisch-britische Herrschaft. Der vierzehnjährige Staś Tarkowski, Sohn eines polnischen Ingenieurs, und die achtjährige Nel Rawlison, Tochter eines englischen Beamten, werden von den Mahdisten entführt. Den Kindern gelingt die Flucht, und sie begeben sich auf eine abenteuerliche Heimreise durch die gefährliche afrikanische Wildnis.
Begleitet werden sie von ihrem treuen Hund Saba, dem schwarzen Jungen Kali (der sich ihnen anschließt) und später von weiteren Figuren. Ihre Reise führt sie durch die sengende Sahara, Sümpfe, Dschungel und Flüsse. Sie begegnen Löwen, Elefanten, Krokodilen, Hunger, Durst, Krankheiten und einem Kriegerstamm. Staś beweist außergewöhnlichen Mut, Einfallsreichtum und Wissen, während die kleine Nel mit ihrer Güte und ihrem Mut alle für sich gewinnt.
Der Stil ist lebendig, dynamisch und voller exotischer Beschreibungen der afrikanischen Natur. Obwohl Sienkiewicz nie in Afrika gewesen war, schilderte er die Landschaften, Tiere und den Zustand des Kontinents zu jener Zeit äußerst überzeugend anhand zahlreicher Reiseberichte und wissenschaftlicher Arbeiten.
In der Wüste und im Dschungel wurde vielfach übersetzt und verfilmt (die bekanntesten sind die polnischen Versionen von 1973 und 2001). Das Buch öffnete Generationen polnischer Kinder die Tür zu einer Welt voller Abenteuer und Mut.
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