
Hrvatski bog Mars
Krležas bekannteste Kurzgeschichtensammlung „Der kroatische Gott Mars“ ist Teil eines imaginären Zyklus literarischer Werke zum Thema des Ersten Weltkriegs und der kroatischen Heimwehr.
Der kroatische Gott Mars ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, in denen Miroslav Krleža den Krieg als Chaos, Gewalt und die völlige Entmenschlichung des Menschen darstellt. Die Geschichten handeln von Soldaten, Heimwehren, Bauern und einfachen Menschen aus dem kroatischen Raum während des Ersten Weltkriegs. Anstelle eines romantisierten Kriegsbildes zeichnet der Autor ein düsteres Bild des Alltags, geprägt von Schlamm, Hunger, Krankheit, Angst und Tod. Seine Protagonisten sind keine Helden, sondern Opfer eines Systems, das sie zwingt, für die Interessen anderer zu kämpfen.
Krleža übt scharfe Kritik an der militärischen Hierarchie, der Kaltherzigkeit der Machthaber und der sozialen Ungerechtigkeit. In seiner Welt werden die einfachen Menschen gedemütigt, misshandelt und ihrem Schicksal überlassen, während die Mächtigen fernab vom wahren Leid bleiben. Der titelgebende Mars, der römische Kriegsgott, symbolisiert hier die grausame Zerstörungskraft, die das menschliche Leben beherrscht. Das Werk ist durchdrungen von einer Antikriegsbotschaft und tiefem Mitgefühl für den einfachen Menschen.
Der besondere Wert der Sammlung liegt in der ausdrucksstarken Sprache, den eindringlichen Bildern und dem bitteren Ton, mit dem der Autor die Sinnlosigkeit des Krieges entlarvt. Der kroatische Gott Mars ist daher nicht nur Kriegsprosa, sondern auch eine scharfe soziale Anklage gegen Ungerechtigkeit, Heuchelei und die Missachtung der Menschenwürde.
Angeboten wird ein Exemplar





