
Posljednji dani panka
Ein Generationenroman, der Ende der 1990er Jahre im ländlichen Kroatien spielt. Die Hauptfigur, ein 35-jähriger Journalist in einer tiefen beruflichen und existenziellen Krise, kehrt nach Jahren der Arbeit in reißerischen Medien von Zagreb in seine Heimat
Resigniert, desillusioniert von Fake News und der Leere, sucht der Protagonist nach Sinn in alten Idealen. Er schließt sich einer Gruppe von Jugendfreunden an, die den Punkclub „Mokra kifla“ wiederbeleben wollen – einst eine Hochburg der Subkultur, des Widerstands und der Freiheit der 80er und frühen 90er Jahre. Der Club ist inzwischen verfallen, und der Versuch seiner Restaurierung wird zum symbolischen Kampf gegen die neue Ära: Übergangselend, Nationalismus, Kommerzialisierung, Stumpfsinn und Opportunismus.
Der Roman schildert eine Reihe von Ereignissen rund um den Club – Bandproben, Streitereien, Alkoholgenuss, Erinnerungen an die Vergangenheit, Konflikte mit den lokalen Machthabern (Vertretern der neuen Ordnung, die jede Spur von Alternativeität im Keim ersticken). Der Held wird mit der Vergänglichkeit der Jugend, dem Verrat an Idealen, aber auch mit kleinen Momenten der Solidarität und Rebellion konfrontiert. Es gibt auch eine indirekte Liebesgeschichte – kurze Beziehungen, die Sehnsucht nach Verlorenem.
Nuhanović schreibt ironisch, selbstironisch und kritisch: Punk ist hier keine Revolution mehr, sondern der letzte Atemzug des Widerstands in einer Welt, die alles verschlungen hat. Die 1990er-Jahre wurden als masochistische, höhnische Ära dargestellt, die eine ganze Generation zerstörte. Der Stil ist lebendig, gesprächig, mit autobiografischen Zügen – eine Mischung aus Bitterkeit, Humor und Zärtlichkeit gegenüber den Besiegten.
Das Buch ist ein Abschied von der Jugend einer Generation, die an Veränderung glaubte, aber in Apathie und provinzieller Stagnation endete. Es ist ein tragikomisches Porträt vom Ende der Subkultur und dem Beginn des „normalen“ Lebens in Kroatien nach dem Krieg und Tuđman.
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