
Magarcima pucaju rebra: Zapisi varoškog skribe
In seinem Roman „Die Rippen der Esel knacken – Aufzeichnungen eines Stadtschreibers“ erweckt Leo Držić das Zagreb des 17. Jahrhunderts auf humorvolle Weise durch die Aufzeichnungen des Schreibers Dominik Pivarić zum Leben. Aus den Konflikten zwischen Grad
Lea Držićs Roman „Eselsrippen knacken“ ist eine Chronik des alten Zagrebs im 17. Jahrhundert, erzählt aus der Perspektive des Stadtschreibers Dominik Pivarić. Der Titel, dem Sprichwort „Wenn Pferde treten, knacken Eselsrippen“, entlehnt, beschreibt metaphorisch die Lage der „kleinen Leute“ in einer Gesellschaft, in der der Konflikt der Mächtigen stets auf Kosten der Schwächeren ausbricht.
Der Roman verwebt historische Fakten, Satire und lebhaften Humor zu einem lebendigen Mosaik des Konflikts zwischen Gradec und Kaptol – zwei Welten, die durch Religion, Macht und Interessen gespalten sind. Anhand der alltäglichen Erlebnisse eines Magistrats schildert Držić das Zagreb jener Zeit als einen Ort der Missverständnisse, Intrigen und des Prestigekampfes, an dem die einfachen Bürger unter den Folgen der Ambitionen anderer leiden.
Obwohl in der Vergangenheit angesiedelt, wirkt das Werk zeitgemäß: In heutiger Sprache verfasst, belebt es den Zeitgeist und aktualisiert Themen wie moralische Doppelzüngigkeit, das Verhältnis zwischen Individuum und System sowie den Kampf zwischen Macht und Vernunft.
Neben der titelgebenden Chronik enthält das Buch auch die Prosa „Kopf gegen die Wand“, die die Geschichte der menschlichen Suche nach Würde in der Welt der Mächtigen motivisch fortführt und abrundet. Das Ergebnis ist ein humorvolles, tiefgründiges und warmherzig geschriebenes Buch, das Držić als Meister subtiler Satire und Ironie bestätigt.
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