
Dorotej
Der Roman „Dorotej“ erzählt die Geschichte eines jungen Arztes in einem Kloster im mittelalterlichen Serbien, der zwischen Wissenschaft, Glaube und Liebe hin- und hergerissen ist. Anhand seines Schicksals untersucht der Autor Moral, Freiheit und menschlic
Dorotheus ist ein historischer Roman des serbischen Schriftstellers Dobrilo Nenadić, der erstmals 1977 erschien. Angesiedelt im 14. Jahrhundert, schildert der Roman das Schicksal des jungen Arztes Dorotheus, der aus einem Kloster in Konstantinopel in ein serbisches Kloster kommt, um an der Pest leidende Mönche zu behandeln. Doch schon bald sieht er sich mit weitaus schwierigeren Fragen konfrontiert – den Grenzen zwischen Wissenschaft und Religion, Wahrheit und Dogma, Pflicht und Liebe.
Dorotheus weckt mit seinem freien Geist und seiner rationalen Herangehensweise das Misstrauen der Kirchenhierarchie. Als im Kloster Konflikte zwischen geistlicher Autorität und menschlichen Leidenschaften aufflammen, werden sein Wissen und seine moralische Stärke auf die Probe gestellt. Durch ihn schildert Nenadić den Konflikt zwischen Vernunft und Glaube, aber auch die ewige Suche nach Wahrheit in einer Welt voller Vorurteile.
Der Roman zeichnet sich durch philosophische Tiefe, eine reiche Sprache und eine starke Symbolik aus. Nenadić erweckt die Atmosphäre des mittelalterlichen Serbiens gekonnt zum Leben, doch seine Themen reichen weit über diese Epoche hinaus: Gedankenfreiheit, Verantwortung und die Grenzen der Menschlichkeit.
1981 entstand unter der Regie von Živorad „Žika“ Mitrović und mit Ljubiša Samardžić in der Titelrolle der gleichnamige Film Dorotej, basierend auf dem gleichnamigen Roman. Der Film folgt dem Geist des Romans und betont die psychologische und moralische Dimension des Helden sowie die Atmosphäre der Angst und des spirituellen Kampfes.
Dorotej ist eine eindringliche Parabel über den Konflikt zwischen Vernunft und Dogma, in der Nenadić historische Authentizität mit universellem menschlichem Drama verbindet.
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