
Vrijeme nasilja
„Eine Zeit der Gewalt“ (1966) ist ein Antikriegs- und Aktivistenroman des französischen Schriftstellers Jean-Pierre Simon, eines weniger bekannten Autors aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, dessen Werk Spuren linker Literatur der 1930er und 1940er Jahre a
Die Geschichte folgt dem Leben des Protagonisten Jean, eines Franzosen, der sich 1936 den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg anschließt. Der Roman ist in zwei Hauptabschnitte unterteilt: Der erste schildert seine Teilnahme an den Kämpfen auf republikanischer Seite gegen die Faschisten, wo er die Brutalität des Krieges, ideologische Konflikte, Heldentum und Verrat miterlebt. Der zweite Teil beschreibt sein Leben in Gefangenschaft und in einem Konzentrationslager nach der Niederlage der Republikaner, wo er Hunger, Folter, Demütigung und den Kampf ums Überleben erleidet.
Simon schildert Gewalt realistisch und ohne Pathos als alltägliche Realität von Krieg und Unterdrückung: physische Gewalt, psychische Zermürbung, Verlust von Illusionen und Entmenschlichung. Der Roman ist nicht nur eine Kriegschronik, sondern auch eine Kritik an Faschismus, Totalitarismus und sinnloser Gewalt, wobei die Solidarität unter den Gefangenen und der verzweifelte Kampf um den Erhalt der Menschlichkeit im Vordergrund stehen.
Der Stil ist direkt und dokumentarisch, mit autobiografischen oder reportageartigen Elementen (ähnlich wie bei Malraux oder Hemingway im Kontext des spanischen Bürgerkriegs). Das Werk erfreute sich in den 1960er Jahren in Jugoslawien großer Beliebtheit und fand Anklang bei Lesern, die sich für antifaschistische und pazifistische Prosa interessierten. Heute gilt es als seltenes Beispiel französischer Literatur über den Spanischen Bürgerkrieg, das in Frankreich übersetzt wurde, und wird für seine authentische Darstellung der historischen Ereignisse sowie seine universelle Botschaft über den Preis der Gewalt geschätzt.
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