
Die Liebe in den Zeiten der Cholera
Florentino Ariza wartete mehr als ein halbes Jahrhundert, um seinen Schwur ewiger Treue und unsterblicher Liebe zu Fermina Daza, seiner Jugendliebe, zu erneuern, die ihn nach einer langen und unerfüllten Liebesbeziehung bereits einmal zurückgewiesen und e
Die Liebe in den Zeiten der Cholera (1985) ist eine authentische Liebesgeschichte. Florentino Ariza, Fermina Daza, Juvenal Urbino, Jeremiah de Saint-Amour, Hildebranda Sánchez und viele andere Nebenfiguren dieses Romans sind von jener wundersamen und fesselnden Qualität geprägt, die nur mit dem Menschen vergleichbar ist – der Liebe.
Die unstillbare und unsterbliche Liebe Florentino Arizas zu Fermina Daza durchzieht die Handlung des Romans von ihrer ersten Begegnung in der Jugend bis zum märchenhaften Ende. Wie jede große Liebe ist auch diese tragisch, sentimental, kraftvoll und poetisch. Doch die feine Hand des Autors befreit sie aus den Klischees der Liebe und überrascht uns immer wieder mit neuen, unerwarteten Wendungen. Sein besonderes Stilmittel ist sein außergewöhnlicher Sinn für Humor, der sich in fast jeder Szene wiederfindet, selbst in den ergreifendsten. Dieser unvergleichliche Humor verbindet sich mit einem ebenso feinsinnigen Blick für Details.
Dies ist gewiss einer der schönsten Romane, die der grenzenlosen Liebe im Alter gewidmet sind, und gewissermaßen auch eine Ode an die Ehe mit all ihren Schwierigkeiten, ihrer Langeweile, ihren Unerträglichkeiten und jener unendlichen Verbundenheit, die aus den gemeinsam verbrachten Jahren erwächst.
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