
Triologija: Molloy, Malone umire, Neimenjivi
Wie kaum ein anderer hat er die Gegenwart geprägt, und seine Helden oder „Helden“ mit ihren emotionalen und moralischen Dilemmata, belastet von existenziellen Ängsten und Nachrichten über Katastrophen und mögliche Apokalypsen, sind uns näher denn je.
Becketts Trilogie besteht aus drei Romanen: Molloy (1951), Malone stirbt (1951) und Der Namenlose (1953). Es handelt sich um Schlüsselwerke der modernistischen und existentialistischen Literatur des 20. Jahrhunderts, in denen Beckett nach und nach klassische Handlungsmuster, Charakteridentitäten und die Erzählstruktur selbst dekonstruiert.
- Molloy
Der Roman ist in zwei Teile gegliedert.
Der erste Teil wird von Molloy erzählt, einem Landstreicher auf der Suche nach seiner Mutter. Seine Reise ist chaotisch, voller Wiederholungen, Abschweifungen und Erinnerungslücken. Sein körperlicher Zustand verschlechtert sich zusehends; er kann sich immer schwerer bewegen (erst geht er, dann fährt er Fahrrad, schließlich kriecht er), und seine Erzählung wird zunehmend unzuverlässig. Der zweite Teil folgt Moran, einem Detektiv, der mit der Suche nach Molloy beauftragt wird. Im Verlauf der Handlung ähnelt Moran immer mehr Molloy – auch er verfällt körperlich und geistig, seine Welt zerbricht, und die Grenze zwischen Verfolger und Gejagtem verschwimmt.
- Malone stirbt
Die Hauptfigur, Malone, liegt regungslos in einem Zimmer und wartet auf den Tod. Er vertreibt sich die Zeit mit Geschichten und dem Anfertigen von Listen seiner verbliebenen Besitztümer. Er versucht, Figuren zu erschaffen (z. B. Sapo/Macmann), doch seine Erzählung gerät immer mehr außer Kontrolle. Die Grenze zwischen Malone und seinen Figuren verschwimmt. Der Roman zerfällt allmählich in fragmentarische Gedanken und Unterbrechungen, bis er abrupt und unvollständig endet.
- Der Namenlose
Der radikalste Teil der Trilogie. Es gibt keine klassische Handlung. Eine Stimme ohne Körper, ohne Identität und ohne festen Platz im Raum spricht in einem langen, fast ununterbrochenen Monolog. Der Erzähler hinterfragt seine eigene Existenz, zweifelt an allen ihm zugeschriebenen Identitäten (Molloy, Malone usw.) und versucht, zum Schweigen zu gelangen – doch er kann nicht aufhören zu reden. Er endet mit dem berühmten Satz: „Ich muss weitermachen. Ich kann nicht weitermachen. Ich werde weitermachen.“
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