
Gøsta Berling
Der Roman erzählt die Geschichte des gescheiterten Priesters Gøsta Berling, der sich in der Gesellschaft ungewöhnlicher Gestalten auf Ekeby von einem liederlichen Wanderer zu einem Mann entwickelt, der zu Liebe, Verantwortung und moralischer Erneuerung fä
Der Roman Gøsta Berling der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf zählt zu den bedeutendsten Werken der nordischen Literatur und ist ein herausragendes Beispiel für den romantischen Erzählstil, der mit Volkssagen, Folklore und moralischen Motiven verwoben ist. Die Geschichte spielt in Värmland, einer weiten und geheimnisvollen Landschaft, die Lagerlöf als eigenständigen mythischen Raum gestaltet, der ebenso wichtig ist wie die Figuren selbst.
Im Zentrum der Erzählung steht Gøsta Berling, ein gescheiterter Priester, dessen Genusssucht und Unfähigkeit, sich in strenge gesellschaftliche Normen einzufügen, ihn in den sozialen Abstieg treiben. In Ekeby, einem Gut, das für seine Gruppe eigenwilliger „Ritter“ bekannt ist, findet er vorübergehend Zuflucht bei Menschen, die sich Konventionen widersetzen und frei, oft chaotisch, aber auch mit einem Funken Edelmut leben. Lagerlöf zeichnet nach und nach Gøstas Weg der Selbsterkenntnis nach und zeigt, wie er sich von einem seinen Schwächen ausgelieferten Mann zu einer Figur wandelt, die lieben, Opfer bringen und Verantwortung übernehmen kann.
Der Roman zeichnet sich durch eine Vielzahl stark gezeichneter Frauenfiguren aus – von der dominanten und beinahe mythischen Maestro Ekeby bis zur geheimnisvollen Elisabet, deren Beziehung zu Gøst das moralische und emotionale Rückgrat des Werkes bildet. Anhand ihrer Schicksale erkundet die Autorin die Themen Freiheit, Versuchung, Liebe und Erlösung und verleiht der Erzählung so eine ethische Tiefe.
Das Werk ist durchwoben mit legendären Episoden, fantastischen Motiven und eindrucksvollen Bildern der nordischen Natur, die die Gefühlswelt der Figuren widerspiegeln. Lagerlöf verbindet realistische und romantische Elemente in einer Erzählung, die auf dem Rhythmus mündlicher Überlieferung basiert. So wird der Roman zu einer Geschichte von menschlicher Schwäche und Stärke, von der Möglichkeit der Erneuerung und dem Glauben an das Gute, die ihm einen festen Platz in der europäischen Literatur gesichert hat.
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