
Vrtlar
Der Gärtner (1913), eines von Tagores bekanntesten poetischen Werken, ist eine Sammlung von Liebes- und mystischen Gedichten, übersetzt von Iso Velikanović. Ein poetisches Brevier über Liebe, Sehnsucht, Natur und spirituelle Vereinigung.
Tagore (1861–1941), ein indischer Dichter, Philosoph und Träger des Nobelpreises für Literatur 1913, verfasste in Der Gärtner einen Zyklus von 85 kurzen Gedichten. Die Sammlung ist erotisch-mystisch: Die Liebe zwischen Mann und Frau wird als tiefe, sinnliche, aber auch spirituelle Sehnsucht dargestellt, die sich in universelle, göttliche Liebe verwandelt. Die Gedichte sind reich an Naturbildern (Blumen, Garten, Regen, Frühling), Symbolik und subtiler Erotik, und der Stil ist lyrisch, melodisch und meditativ – typisch für Tagore.
Im kroatischen Kontext stellt diese Ausgabe einen wichtigen Teil der Rezeption östlicher und Weltliteratur in der Zwischenkriegszeit dar. Das Buch richtet sich an ein breites Publikum – Intellektuelle, Poesieliebhaber und alle, die sich für östliche Spiritualität interessieren. Heute ist diese Ausgabe eine seltene antiquarische Publikation und bei Sammlern begehrt.
Der Gärtner ist kein gewöhnliches Liebesgedicht, sondern eine Art erotisch-religiöses Brevier, in dem die körperliche Liebe eine spirituelle Ebene erreicht und die menschliche Sehnsucht zum Weg zum Göttlichen wird. Das Werk zählt auch im 21. Jahrhundert zu Tagores meistgelesenen.
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