
Sahrana gospodina Buvea
Ein alter Herr Bouvet stirbt plötzlich am Seineufer, vertieft in ein Buch. Die Polizei findet heraus, dass er unter falscher Identität gelebt hat. Die Ermittlungen enthüllen seine Vergangenheit, seine Geheimnisse und seine menschliche Einsamkeit – ohne ei
Die Geschichte beginnt schlicht: Der ruhige, unauffällige ältere Herr Bouvet stirbt am Quai des Grands-Augustins in Paris an einem Herzinfarkt, während er in einem Antiquariat an der Seine in Ruhe in einem alten Buch blättert. Die Zeitungen berichten, und die Polizei (Inspektor Lognon und andere) übernimmt die routinemäßigen Ermittlungen, da kein offensichtliches Verbrechen vorliegt. Doch die Identität des Verstorbenen klärt sich auf: Er ist nicht Bouvet, sondern jemand anderes, der seit Jahrzehnten unter falschem Namen lebt.
Die Ermittlungen enthüllen immer mehr Details: Bouvet war ein wohlhabender Mann aus der Provinz, der seine Familie, Frau und Kinder, verließ, seine Identität änderte und bescheiden und anonym in Paris lebte. Sein Leben war eine Flucht vor der Vergangenheit, eine Suche nach Einsamkeit, aber auch ein stilles Glück in den kleinen Dingen – Büchern, Spaziergängen, dem Alltag. Simenon zeigt subtil, wie Polizei, Journalisten und Nachbarn anhand von Indizien – Fotos, Briefen, Zeugenaussagen – sein Leben rekonstruieren und dabei offenbaren, dass er „zweimal starb“ – einmal physisch, das zweite Mal sozial, als er mit der Vergangenheit brach.
Der Roman ist kein klassischer Kriminalroman wie die Maigret-Romane – es gibt keine Spannung, keine Action und kein großes Verbrechen. Stattdessen steht das existenzielle Drama im Mittelpunkt: Identität, Flucht vor sich selbst, Einsamkeit in der Großstadt, die Vergänglichkeit des Lebens und wie andere uns nach dem Tod sehen. Simenon verwendet einen kühlen, präzisen, fast dokumentarischen Stil, der die melancholische Atmosphäre von Paris am Seineufer einfängt.
„Das Begräbnis des Monsieur Bouvet“ gehört zu Simenons „romans durs“ (harten Romanen), einem Nicht-Maigret-Roman, der als eines der reinsten Beispiele für Simenons psychologische Prosa außerhalb der Maigret-Reihe gilt und für seine Tiefe und Subtilität gelobt wird. Heute gilt es als eines der besseren „romans durs“ mit einer universellen Botschaft über verborgene Leben und Tod, die die Wahrheit offenbart.
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