
Die strahlenden Hände
Corinna, eine Wunderheilerin aus dem Münsterland, gibt den Kranken mit ihren „leuchtenden Händen“ wieder Hoffnung, doch ihre Gabe entfacht Konflikte zwischen Glauben, Medizin, Zweifel und dem menschlichen Bedürfnis nach einem Wunder.
Die strahlenden Hände ist der hundertste Roman von Heinz G. Konsalik und erschien 1984, als der Autor bereits zu den meistgelesenen deutschen Schriftstellern der Unterhaltungsliteratur zählte. Der Roman behandelt das Thema der Wunderheilung, aber auch die Frage nach der Grenze zwischen Hoffnung, Glaube, Suggestion, Medizin und der möglichen Ausbeutung menschlichen Leidens.
Im Zentrum der Handlung steht Corinna, eine Frau aus dem Münsterland, die von Kranken als Wunderheilerin verehrt wird. Ihre „leuchtenden Hände“ werden zum Symbol der Hoffnung für Menschen, denen die Schulmedizin nicht mehr helfen kann oder will. Verzweifelte, Schwerkranke, Familien auf der Suche nach Trost und alle, die an Heilung glauben wollen, scharen sich um sie. Doch ebendiese Hoffnung ruft auch heftige Kontroversen hervor: Die einen sehen in Corinna eine begabte Frau, die Menschen hilft, die anderen hingegen eine gefährliche Illusion, eine Bedrohung der medizinischen Autorität oder ein Phänomen, das entlarvt werden muss.
Konsalik erzeugt eine Spannung zwischen Rationalität und Irrationalität, zwischen Medizin und dem Volksglauben an Wunder. Der Roman schildert nicht nur Corinnes außergewöhnliche Gabe, sondern auch die gesellschaftlichen Reaktionen darauf: Bewunderung, Misstrauen, Neid, Angst und den Wunsch, aus dem Leid anderer eine Sensation zu machen. Die strahlenden Hände ist somit eine melodramatische Geschichte über Heilung, aber auch ein Roman über Menschen, die angesichts von Krankheit und Hilflosigkeit nach der letzten Hoffnung suchen, wo die Vernunft keine Antworten mehr gibt.
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